Im Tupac-Fall verurteilt: Keffe D beteuert seine Unschuld
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Im Tupac-Fall verurteilt: Keffe D beteuert seine Unschuld

- Anja-Stine Andresen
Lesezeit: 3 min
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Duane Davis, besser bekannt als Keffe D, bleibt nach seinem Schuldspruch im Mordfall um den Rapper Tupac Shakur (†25) gelassen. Er zeigt keine Reue und beteuert, er sei unschuldig. Eine Jury in Las Vegas hatte ihn am Montag, dem 31. August 2026, wegen Mordes ersten Grades für schuldig befunden. Aus dem Clark County Detention Center meldete er sich anschließend beim Hollywood Reporter zu Wort. "Ich bin ein guter Mann, Mann. Ich bin ein guter Mensch. Ich bin kein verdammter Mörder", betonte er. Trotz einer drohenden lebenslangen Haftstrafe gab er sich unbeeindruckt und setzt auf ein Rechtsmittel. "Scheiße, ich mache mir keine Sorgen. Ich komme durch eine Berufung raus. Wir haben sie schon eingereicht, bevor der Prozess überhaupt begonnen hat. Sie haben meine Bürgerrechte verletzt!", behauptete er weiter. Richterin Carli Kierny will das Strafmaß am 13. Oktober 2026 verkünden. Bis dahin bleibt Davis in dem Gefängnis in Las Vegas.

Während des Interviews mit dem Blatt schilderte Davis zudem eine komplett neue Version der Tatnacht: Er habe sich nicht in Las Vegas aufgehalten. Nach einem Boxkampf von Mike Tyson (60) sei er mit seinem Mitbewohner in eine Bar in der Nähe der UCLA und danach nach Hause gefahren. Belege dafür gibt es bisher allerdings nicht: Weder liegt ein Alibi für seinen angeblichen Aufenthaltsort vor noch gibt es Telefonaufzeichnungen oder Augenzeugen, die ihn in Las Vegas verorten. Seine Behauptungen in TV-Dokuserien, YouTube-Interviews und seiner 2019 erschienenen Autobiografie "Compton Street Legend", in denen er sich selbst mit der Tat in Verbindung gebracht hatte, seien größtenteils erfunden gewesen. Davis habe damit einer Anklage in anderen Fällen entgehen und Geld verdienen wollen. Die Staatsanwaltschaft wertete genau diese Aussagen hingegen als Täterwissen. Sein Verteidiger Michael Sanft verwies auf fehlende Überwachungsvideos und unabhängige Beweise.

Tupac war am 7. September 1996 nach einem Boxkampf in Las Vegas im BMW von Death-Row-Mitgründer Marion "Suge" Knight unterwegs. An einer roten Ampel hielt ein Wagen neben seinem Fahrzeug, aus dem mehrere Schüsse abgefeuert wurden. Sechs Tage später erlag der Rapper im Alter von nur 25 Jahren seinen Verletzungen. Laut der Anklage organisierte Davis den Angriff auf den Musiker, besorgte eine Pistole des Kalibers .40 und setzte die Tat damals in Gang. Er soll aber nicht selbst geschossen haben. Als Motiv nannten die Ermittler eine Attacke aus Tupacs Umfeld auf Davis' Neffen Orlando "Baby Lane" Anderson, die sich wenige Stunden zuvor im MGM Grand ereignet hatte. Der Schuldspruch vor wenigen Tagen war die erste Verurteilung in dem rund 30 Jahre zurückliegenden Fall. Tupacs Schwester Sekyiwa Shakur verfolgte die Verkündung im Gerichtssaal und weinte laut CNN leise. Davis erklärte danach, er habe der Familie des Musikers "nichts zu sagen".

Tupac Shakur, Musiker
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Tupac Shakur, Musiker
Duane Davis aka Keefe D betritt den Gerichtssaal während seines Mordprozesses im Fall Tupac Shakur in Las Vegas
Getty Images
Duane Davis aka Keefe D betritt den Gerichtssaal während seines Mordprozesses im Fall Tupac Shakur in Las Vegas
Archivbild von Tupac Shakur in New York City, 1993
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Archivbild von Tupac Shakur in New York City, 1993
Glaubt ihr, dass Keffe D mit seiner Berufung noch Erfolg haben kann?