Rainhard Fendrich: Abschied von der Bühne nach 45 Jahren?
Rainhard Fendrich (71) hat sich vorerst von der großen Bühne zurückgezogen. In Bregenz spielte er die letzte Show seiner Jubiläumstour "Nur ein Wimpernschlag" und beendete damit einen Konzertmarathon, der mehr als 60 Auftritte umfasste. Die Austropop-Legende braucht nun zunächst eine Auszeit – ob es tatsächlich sein letzter großer Auftritt war, ließ Rainhard dabei bewusst offen. Wie es ihm nach dem Ende der Tournee geht, schilderte er im Gespräch mit oe24. "Nach einer Tournee habe ich immer die Sehnsucht nach Stille. Ich sehne mich nach Ruhe", erklärte er dort. Für die kommenden Monate will der Sänger jedenfalls keine konkreten Termine festlegen. "Ich plane nicht mehr langfristig!", stellte er im selben Gespräch klar.
Rainhard wandte sich nach der Show in Bregenz mit emotionalen Zeilen an seine Fans. "September ist meine Zeit – Zeit zum Durchatmen und zum Zurückblicken. Und Zeit, Danke zu sagen an alle, die mich durch die letzten 45 Jahre begleitet haben!", schrieb er auf Facebook. Auch wenn aktuell keine konkreten Vorhaben in seinem Kalender stehen, will der Musiker vorerst nicht von einem endgültigen Ruhestand sprechen. Im Interview mit oe24 verriet er allerdings, dass er sich auch andere kreative Projekte gut vorstellen könne: "Ich habe überlegt, einen Roman zu schreiben. Kurzgeschichten oder ein Theaterstück. Etwas, das nichts mit Musik zu tun hat. Man muss eigentlich nur wach bleiben, dann kommen die Ideen von selber. Und ich habe nicht vor, in einer Komfortzone einzuschlafen."
Dass ihm sein Publikum und die Menschen ganz allgemein am Herzen liegen, zeigte sich in der Vergangenheit auch bei einem Benefizprojekt. Für November 2025 war ein Wohltätigkeitsabend im Wiener Haus der Industrie geplant. Der Erlös sollte der Volkshilfe und dem Kampf gegen Kinderarmut zugutekommen. Aus organisatorischen Gründen musste die Veranstaltung damals jedoch abgesagt werden. Bereits gekaufte Tickets sollten vollständig erstattet werden, zudem war die Suche nach einem Ersatztermin angekündigt worden. Für den Moment bedankt sich der Musiker bei allen, die ihn über viereinhalb Jahrzehnte begleitet haben. Nun nimmt er sich Zeit zum Durchatmen und nutzt den Raum für neue Ideen.























