Streit um Ozzy Osbournes 100-Millionen-Nachlass entbrennt

Streit um Ozzy Osbournes 100-Millionen-Nachlass entbrennt

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Rund 14 Monate nach dem Tod von Ozzy Osbourne (†76) sorgt sein Millionenerbe für einen juristischen Streit. Der Nachlass des Musikers soll einen Wert von etwa 100 Millionen Dollar haben – und nun geht es offenbar darum, wer an dessen Verwaltung beteiligt sein soll. Wie The Sun berichtet, hat Sharon Osbourne (73) beim britischen High Court beantragt, den langjährigen Familienbuchhalter Colin Newman als Testamentsvollstrecker abzusetzen. Damit rückt ausgerechnet ein Mann in den Fokus, der seit Jahrzehnten eng mit der Familie verbunden ist. Colin kümmerte sich bereits um die Finanzen von Sharon und Ozzy, bevor das Paar 1982 heiratete. Warum Sharon nun seine Entfernung aus der Nachlassverwaltung fordert, ist bislang nicht öffentlich bekannt. Ebenso gibt es derzeit keine bestätigten Hinweise darauf, dass ein persönlicher Konflikt zwischen den beiden hinter dem Antrag steckt. Sollte Sharon vor Gericht Erfolg haben, könnte sich die Zuständigkeit für die weitere Verwaltung und Verteilung des Millionenvermögens verändern.

Neben Colin sind auch Sharon selbst, ihre Nichte Georgina Maszlin und ihre Assistentin Melinda Varga mit der Abwicklung des Testaments betraut. Die Verbindung des Buchhalters zur Familie beschränkte sich dabei keineswegs nur auf finanzielle Angelegenheiten. Sharon lernte ihn einst kennen, als er als Juniorbuchhalter für ihren Vater, den Musikmanager Don Arden, tätig war. Später entwickelte sich Colin zu einem langjährigen Freund von Ozzy. Darüber hinaus arbeitete er als Literaturagent für Sharon, wurde auf mehreren Alben von Black Sabbath namentlich erwähnt und fungierte als Direktor von Monowise Ltd., dem wichtigsten britischen Unternehmen des Sängers. Von diesem Posten trat er laut The Sun erst im Laufe dieses Jahres zurück. Ob sein Rücktritt in irgendeinem Zusammenhang mit Sharons juristischem Vorgehen steht, ist allerdings unklar. Damit bleibt vorerst sowohl offen, was sie zu dem Antrag bewogen hat, als auch, welche konkreten Auswirkungen eine mögliche Absetzung Colins auf die weitere Nachlassverwaltung haben könnte.

Seit Ozzy am 22. Juli 2025 starb, hat seine Familie bereits einige Entscheidungen über seinen Besitz und sein Vermächtnis getroffen. Acht Monate nach seinem Tod stellte Sharon die gemeinsame Villa im Los-Angeles-Stadtteil Hancock Park für 17 Millionen Dollar zum Verkauf. Das Ehepaar hatte die Luxusimmobilie 2015 für 11,85 Millionen Dollar gekauft. Als Grund für den geplanten Abschied von dem Anwesen galt Sharons Wunsch, sich räumlich zu verkleinern. Künftig wollte sie ihre Zeit zwischen dem Familiensitz in Buckinghamshire und einer Wohnung in Los Angeles aufteilen, um weiterhin in der Nähe ihrer Kinder und Enkelkinder zu sein. Auch beim öffentlichen Umgang mit Ozzys Vermächtnis geht die Familie bedacht vor. Eine von der BBC geplante Dokumentation über die letzten Lebensjahre des Rockstars wurde nach seinem Tod zunächst zurückgehalten, da seine Angehörigen trauerten und sich mehr Privatsphäre wünschten.

Ozzy Osbourne bei einer Pressekonferenz in Los Angeles im Jahr 2018
Getty Images
Ozzy Osbourne bei einer Pressekonferenz in Los Angeles im Jahr 2018
Ozzy Osbourne und Sharon, 2024
Imago
Ozzy Osbourne und Sharon, 2024
Ozzy Osbourne und Sharon Osbourne
Instagram / sharonosbourne
Ozzy Osbourne und Sharon Osbourne
Wie findet ihr es, dass Sharon Ozzys langjährigen Buchhalter aus der Nachlassverwaltung entfernen lassen will?