Zu schwach: Esther Rantzen muss Reise nach Zürich absagen

Zu schwach: Esther Rantzen muss Reise nach Zürich absagen

- Michelle Hinz
Lesezeit: 2 min
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Esther Rantzen (86) ist unheilbar an Krebs erkrankt und erhält inzwischen Palliativversorgung. Die frühere TV-Moderatorin hatte bereits vor einiger Zeit offen darüber gesprochen, für ein assistiertes Sterben zum Verein Dignitas in die Schweiz reisen zu wollen. Diesen Plan kann sie nun jedoch nicht mehr umsetzen: Wie sie jetzt in einer öffentlichen Stellungnahme mitteilte, ist sie "körperlich zu gebrechlich", um die Reise nach Zürich anzutreten. Ihren Aufenthalt hatte sie laut Mirror bereits geplant und bezahlt. Doch zu dem Zeitpunkt, als sie noch flugfähig war, seien ihre Schmerzen noch nicht unerträglich gewesen. Als sich ihr Zustand schließlich verschlechterte, war sie nicht mehr in der Lage, die Reise und den Prozess bei Dignitas auf sich zu nehmen.

In ihrer Stellungnahme schilderte Esther laut Mirror eindringlich, wie sich ihr ursprünglicher Plan entwickelt hatte: "Obwohl ich also das Geld ausgegeben und die Pläne gemacht hatte, war ich damals noch nicht bereit, mein Leben zu beenden, und mir war nicht klar, dass dies meine letzte Chance sein würde." Nun erlebe sie genau das, was sie eigentlich verhindern wollte: Geliebte Menschen könnten sie entweder nicht besuchen oder müssten mitansehen, wie sie Schmerzen leidet. Deshalb plädiert Esther für eine rasche Reform der Gesetzgebung. Ihre Stellungnahme veröffentlichte sie kurz vor einer erneuten Abstimmung im britischen Parlament über die mögliche Legalisierung des assistierten Sterbens in England und Wales. Der vorgelegte Gesetzentwurf würde unheilbar kranken Erwachsenen mit einer Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten unter strenger medizinischer und rechtlicher Aufsicht Zugang zu assistiertem Sterben ermöglichen.

Bei Esther wurde im Januar 2023 unheilbarer Lungenkrebs diagnostiziert. Im Dezember desselben Jahres machte die Moderatorin dann öffentlich, dass sie sich bei Dignitas registriert hatte. Aus Sorge, das reguläre Weihnachtsfest mit ihrer Familie womöglich nicht mehr zu erleben, plante Esther 2025 sogar eine vorgezogene Feier mit ihren Angehörigen. Ihre eigene Situation hat ihr nach eigenen Worten vor Augen geführt, wie wichtig es für künftige Generationen ist, über eine solche Entscheidung selbst bestimmen zu können. In ihrem aktuellen Statement schreibt Esther: "Ich möchte niemandem meine Entscheidung aufzwingen, aber ich glaube, dass niemand das Recht haben sollte, mir seine Entscheidung aufzuzwingen."

Esther Rantzen, britische Moderatorin
Getty Images / John Phillips
Esther Rantzen, britische Moderatorin
Dame Esther Rantzen, Januar 2019
Getty Images
Dame Esther Rantzen, Januar 2019
Esther Rantzen, Journalistin
Getty Images
Esther Rantzen, Journalistin
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