Dolly Partons Stimme wurde erstmals posthum veröffentlicht
Rund zwei Wochen nach dem Tod von Dolly Parton (†80) gibt es neue Musik der Countrylegende zu hören. Am Mittwoch erschien ihre Version des traditionellen Bluegrassstücks "Bound to Ride" – es ist die erste Veröffentlichung mit ihrer Stimme, seit die Sängerin am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren gestorben ist. Dollys Gesang entstand vor etwa vier Jahren während des Corona-Lockdowns in ihrem eigenen Studio. Musikalisch unterstützt wurde sie dabei von der Band First Ladies of Bluegrass. Im Verlauf des Songs stellt Dolly die Musikerinnen einzeln vor, anschließend ist jede von ihnen mit einem Instrumentalsolo zu hören. Der Titel ist laut Daily Mail die erste Single aus dem kommenden Tributealbum "Where the Soul Never Dies: Celebrating 80 Years of The Stanley Brothers". Die Platte würdigt das Bluegrassduo The Stanley Brothers, das mit "Bound to Ride" im Jahr 1964 erfolgreich war.
Wie Produzent Garry West gegenüber Rolling Stone berichtete, war lange unklar, in welcher Form Dolly ihr musikalisches Vermächtnis hinterlassen würde. Das Ergebnis habe die Verantwortlichen dann völlig überrascht. "Wir wussten nicht, was wir zurückbekommen würden, und sie hat wirklich mehr geliefert als erwartet. Wir waren schockiert. Wir hätten nichts Besseres bekommen können", erklärte der Produzent. Die Aufnahme sei "Dolly in Reinform", schwärmte er weiter. Neben der Sängerin sind auf dem Tributealbum zahlreiche weitere prominente Namen vertreten – unter anderem Willie Nelson gemeinsam mit Sierra Ferrell, Billy Strings mit Drew Emmitt, Dierks Bentley mit Della Mae sowie die Nitty Gritty Dirt Band. Dass nun noch unveröffentlichtes Material auftaucht, kommt nicht von ungefähr: Bereits im Jahr 2019 kündigte die Patentante von Miley Cyrus (33) in ihrem Podcast an, gezielt Gesangsaufnahmen und weiteres Material aufzunehmen, um auch nach ihrem Tod neue Arrangements und Zusammenstellungen ihrer Musik zu ermöglichen.
Wer Dolly zu Lebzeiten kannte, dürfte sich über die posthume Veröffentlichung nicht wundern. Sie passt zu der Haltung, die die Musikerin gegenüber der eigenen Endlichkeit einnahm. Ihr christlicher Glaube gab ihr die Zuversicht, dass mit dem Tod nicht alles vorbei sein muss. Über dieses Thema sprach Dolly immer wieder mit dem für sie typischen Humor – unter anderem im Podcast "Dolly Parton's America". So malte sie sich aus, auch im Himmel weiter Songs zu schreiben und zu singen. Besonders bildhaft wurde sie, wenn sie sich als Teil einer Engelsband beschrieb: "Ich möchte in der Engelsband spielen und dort oben vielleicht Harfe spielen." Dass ihre Stimme nun wenige Wochen nach ihrem Tod auf einer neuen Single zu hören ist, knüpft damit direkt an ihre früheren Gedanken über das Weiterleben ihrer Musik an. Weitere Songs des Tributealbums sollen in den kommenden Wochen folgen.
























