Erster "Surviving Amazonas"-Tag bringt Kandidaten an Grenzen

Erster "Surviving Amazonas"-Tag bringt Kandidaten an Grenzen

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Kaum im brasilianischen Amazonasgebiet angekommen, geraten die acht Kandidaten von "Surviving Amazonas – Die Prüfung der Shanenawa" schon in der Auftaktfolge an ihre körperlichen Grenzen. In der Joyn-Show steht direkt zu Beginn das sogenannte Rapé-Ritual an, das die Teilnehmer reinigen und für das Überleben im Urwald stärken soll. Die Folgen sind bei mehreren Promis drastisch: Tränen, Schwindel, Schweißausbrüche und Übelkeit. Besonders schlimm erwischt es Willi Whey (32): Sein Puls und sein Blutdruck steigen, ihm wird schwindelig und schließlich muss er sich übergeben. Auch Gina Rühl leidet, erbricht sich und gerät in Panik, als ihr rechter Arm zu krampfen beginnt. Da sie ihren linken Arm 2019 bei einem Motorradunfall verlor, bereitet ihr die Reaktion große Sorgen. Umso erstaunlicher fällt die Einordnung der Gastgeber aus: Die verabreichte Menge sei mild gewesen und entspreche der Dosis, die bei den Shanenawa sieben- bis zehnjährige Kinder erhalten.

Auch Parshad kämpft mit den Tränen und erklärt in der Sendung: "Nicht weil ich Angst hatte, sondern weil es so hart in mein Wesen reingeschossen ist, dass ich kurz nicht wusste, wo ich bin und ich habe euch alle gar nicht mehr wahrgenommen." Lézan beschreibt die Wirkung als "Mischung aus Seekrankheit, Kopfschmerzen und einer Lungenentzündung". How2Shirli erlebt das Ritual dagegen völlig anders und findet die Erfahrung nach eigener Aussage "einfach nur geil". Joey Kelly (53) bekommt das Rapé nur durch eine Nasenseite verabreicht, auf den zweiten Teil verzichten die Gastgeber – der Extremsportler gibt anschließend zu, die Erfahrung nicht gut verkraftet zu haben. Gina fragt sich derweil, ob ihre Medikamente die heftige Reaktion ausgelöst haben könnten. Nach eigener Schilderung durchlebt sie mit Weinen, Schwitzen und Erbrechen nahezu jede Form der Reinigung. Die Shanenawa selbst zeigen sich verwundert: "Die Dosis war relativ mild, dafür haben sie schon sehr übertrieben reagiert." Als möglichen Grund sehen sie die fehlende Naturverbundenheit westlicher Menschen. Trotzdem soll das Ritual während des Aufenthalts täglich stattfinden.

Für das Format leben Lilly Becker (50), Joey, Antonia Hemmer (26), Parshad, Willi, Gina, Lézan und How2Shirli zehn Tage lang bei den Shanenawa im brasilianischen Bundesstaat Acre, nahe der Grenze zu Peru. Die indigene Gemeinschaft wird auch "Volk des blauen Vogels" genannt und richtet ihren Alltag eng an der Natur aus. Manepa, der Schamane der Shanenawa, begleitet die Gruppe bei ihren spirituellen Prüfungen. Das Rapé gilt dort nicht als Droge im westlichen Sinne, sondern als traditionelle Medizin, die der Reinigung und einer positiven persönlichen Veränderung dienen soll. Es soll den Körper reinigen und eine positive persönliche Veränderung anstoßen. Neben den körperlichen Herausforderungen müssen sich die acht Teilnehmer weiteren Ritualen und ihren persönlichen Dämonen stellen. Anders als in vielen anderen Realityformaten kämpfen sie dabei weder um ein Preisgeld noch um eine Platzierung oder zusätzlichen Ruhm. Ihr Ziel besteht darin, sich während der außergewöhnlichen Reise als Krieger zu beweisen. Wer die Prüfungen besteht, soll am Ende von den Shanenawa einen indigenen Namen erhalten.

Cast der neuen Show "Surviving Amazonas - Die Prüfung der Shanenawa"
Joyn
Cast der neuen Show "Surviving Amazonas - Die Prüfung der Shanenawa"
Teilnehmerin bei "Surviving Amazonas" Parshad beim Rapé-Ritual, Quelle: Joyn
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Teilnehmerin bei "Surviving Amazonas" Parshad beim Rapé-Ritual, Quelle: Joyn
Teilnehmerin bei "Surviving Amazonas" Gina Rühl, Quelle: Joyn
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Teilnehmerin bei "Surviving Amazonas" Gina Rühl, Quelle: Joyn
Haben sich die "Surviving Amazonas"-Kandidaten beim milden Rapé-Ritual wirklich angestellt?