Billy Porter feiert sein Comeback nach bedrohlicher Sepsis
Was für ein Auftritt: Billy Porter (56) ist zurück auf dem Parkett der New York Fashion Week – fast genau ein Jahr, nachdem eine zunächst harmlose Infektion bei ihm eine lebensbedrohliche Sepsis ausgelöst hatte. Bei der Frühjahrsshow 2027 von Christian Siriano (40) nahm er am 10. September gemeinsam mit Brandy (47), Evan Rachel Wood (39) und Tiffany Haddish (46) in der ersten Reihe Platz. Sein Look ließ dabei niemanden kalt: Der "Pose"-Star kombinierte einen pinkfarbenen Karomantel aus Sirianos Feder mit glitzernden Absatzstiefeln von Christian Louboutin – und zeigte selbstbewusst eine große Narbe am Bein. Gegenüber E! News erklärte der Schauspieler: "Ich lag drei Tage lang im Koma auf dem Sterbebett und wurde von einer ECMO-Maschine am Leben gehalten. Seit ich da herausgekommen bin, bin ich ein völlig neuer Mensch. Ich habe das Gefühl, dass ich schon immer auf dem richtigen Weg war, aber jetzt umso mehr."
Die Narbe, die sich von der Wade bis zum Oberschenkel zieht, stammt von einem weiteren gefährlichen Zwischenfall während seiner Krankheitsgeschichte. Wie der Entertainer E! News berichtete, erlitt er ein Kompartmentsyndrom. Dabei steigt der Druck im Muskelgewebe stark an und kann Muskeln, Nerven sowie Blutgefäße schädigen. Um sein Bein zu retten, musste bei Billy eine Notfallfasziotomie durchgeführt werden. Dass er die Spuren des Eingriffs nun offen zeigt, geht auf den Designer selbst zurück. Bei der Anprobe habe Christian ihn dazu ermutigt, auf eine Hose zu verzichten, wie er verriet: "Er sagte: keine Hose, zeig das Bein", erinnerte sich Billy im Gespräch. Dass er nach der schweren Erkrankung und der Operation wieder hohe Schuhe tragen kann, feierte der "Kinky Boots"-Darsteller mit gewohnt markigen Worten. "Und ich bin wieder in meinen Pumps, Schlampe. Ich habe endlos lange Beine und bin zurück in den Pumps", verkündete er begeistert.
Die fast einjährige Genesung war für Billy nicht nur körperlich, sondern auch emotional prägend. Vor allem die weltweite Anteilnahme habe ihn zutiefst bewegt und sich zeitweise sogar "überwältigend" angefühlt. Berührt hätten ihn die unzähligen Nachrichten mit Gebeten, Genesungswünschen und Zuspruch – viele davon von völlig fremden Menschen aus aller Welt. "Es ist einfach heilsam. Es war bemerkenswert", betonte Billy gegenüber E! News. Gleichzeitig habe ihn die Erfahrung daran erinnert, wie viel Mitgefühl Menschen füreinander aufbringen können. "Es erinnert mich auch an die Menschlichkeit des menschlichen Geistes. Gerade passieren viele schreckliche Dinge, und es war so inspirierend zu wissen, dass Liebe das Böse besiegt. Das tut sie wirklich, wirklich", erklärte der Schauspieler. Nach seiner Nahtoderfahrung fühle sich der Musicaldarsteller in seinen Überzeugungen noch gefestigter – und auch in der Art, wie er sich der Welt zeigt.


























