Tochter teilt erschütterndes Update zu Esther Rantzen

Tochter teilt erschütterndes Update zu Esther Rantzen

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min
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Esther Rantzens (86) Gesundheitszustand hat sich offenbar weiter verschlechtert. Die britische Moderatorin ist mittlerweile ans Bett gefesselt und leidet unter starken Schmerzen. Ihre Tochter Rebecca Wilcox berichtete nun in einem Beitrag für The Telegraph über die Situation ihrer Mutter – und verfasste den Text direkt an deren Krankenbett. "Ich schreibe dies vom Bett meiner sterbenden Mutter, Dame Esther Rantzen, aus. Sie ist inzwischen zu krank, um wie geplant und bereits bezahlt zu Dignitas zu reisen", schilderte sie. Die Reise in die Schweiz zur Sterbehilfeorganisation hatte die 86-Jährige demnach bereits geplant und bezahlt. Mittlerweile sei ihr Zustand jedoch so schlecht, dass sie den Weg nicht mehr antreten könne. Obwohl Esther laut ihrer Tochter eine palliative Versorgung auf höchstem Niveau erhält, müsse sie weiterhin starke Schmerzen und körperliche Entwürdigungen ertragen.

Dabei stellte Rebecca ausdrücklich klar, dass sie den behandelnden Ärzten und Pflegekräften keinerlei Vorwurf mache. Im Gegenteil: Sie bedankte sich bei dem medizinischen Personal, das ihre Mutter betreut. Die anhaltenden Beschwerden seien vielmehr auf die Erkrankung selbst zurückzuführen und ließen sich selbst mit bestmöglichen Medikamenten nicht vollständig lindern. "Jetzt erleidet sie die Schmerzen und Entwürdigungen, vor denen sie sich immer gefürchtet hat, in dem Wissen, dass es nur schlimmer werden kann und niemand ihr dabei helfen kann, dies zu verkürzen", schrieb Rebecca. Seit bei Esther im Jahr 2023 unheilbarer Lungenkrebs diagnostiziert wurde, engagiert sich die TV-Legende öffentlich für eine gesetzlich geregelte Sterbehilfe in Großbritannien. Am Freitag, dem 11. September, lehnte das britische Unterhaus einen entsprechenden Gesetzentwurf allerdings ab. Rebecca trat anschließend weinend vor das Parlament und bezeichnete die Entscheidung als niederschmetternd.

Vor dem Parlamentsgebäude ließ Rebecca auch ihre Mutter selbst zu Wort kommen. Sie hielt ihr Handy hoch, sodass Esther trotz ihres schlechten Gesundheitszustands eine Botschaft an die versammelten Menschen richten konnte. "Ich bin so traurig, dass die Menschen in diesem Land nicht die Wahl haben werden, die so viele unheilbar kranke Erwachsene in anderen Ländern haben: ihren eigenen Tod zu verkürzen, indem sie um Hilfe bitten", erklärte die Moderatorin. Esther zeigte sich überzeugt davon, dass sich die Gesetzeslage eines Tages ändern werde – für viele schwer kranke Menschen werde dieser Zeitpunkt jedoch zu spät kommen. "Es ist ein tragischer Tag", betonte sie. Auch Rebecca übte scharfe Kritik an der Entscheidung und bezeichnete die Ablehnung des Gesetzentwurfs als Farce sowie als "Zerstörung der Demokratie". Zuvor hatte sie dem Unterhaus unter anderem Regelverstöße und Verzögerungstaktiken vorgeworfen.

Dame Esther Rantzen, Januar 2019
Getty Images
Dame Esther Rantzen, Januar 2019
Dame Esther Rantzen und Rebecca Wilcox, Juni 2015
Getty Images
Dame Esther Rantzen und Rebecca Wilcox, Juni 2015
Dame Esther Rantzen und Rebecca Wilcox, Januar 2018
Getty Images
Dame Esther Rantzen und Rebecca Wilcox, Januar 2018