So stärkte Dan Kelly seiner Tochter Maite das Körperbild
Maite Kelly (46) hat einen sehr persönlichen Einblick in ihre Kindheit gegeben und dabei über ihren verstorbenen Vater Dan Kelly (†71) gesprochen. Im Podcast "Frühstück bei Barbara" erzählte die Sängerin Moderatorin Barbara Schöneberger, wie der Musiker ihr schon in jungen Jahren zu einem positiven Körpergefühl verhalf. Eine besondere Bedeutung hatte dabei ein ungewöhnliches Symbol: Dan trug stets eine kleine Nachbildung einer Fruchtbarkeitsgöttin bei sich. Wenn seine Tochter wegen ihrer Figur gehänselt oder mit verletzenden Sprüchen konfrontiert wurde, holte er die Figur hervor. Damit wollte er Maite daran erinnern, dass Frauen mit üppigeren Körpern in früheren Zeiten als Göttinnen verehrt worden seien. Auf diese Weise gab er seinem Kind das Vertrauen in die eigene Schönheit mit auf den Weg – und zwar lange bevor Debatten über Schönheitsideale in den sozialen Medien allgegenwärtig wurden.
Aus diesem Grund habe sie selbst nie ein problematisches Verhältnis zu ihrem Körper entwickelt, betonte die Musikerin in dem Gespräch. Ihr Vater habe ihr in solchen Momenten stets zugesprochen: "Mach dir keine Sorgen, du bist eine Göttin." Die kleine Statue und die bestärkenden Worte hätten in ihr etwas verankert, das bis heute hält. Es sei ein "Urvertrauen" gewesen, verbunden mit "dieser Zuversicht und dieser Gewissheit: Ich bin schön", schilderte Maite im Podcast "Frühstück bei Barbara". Die Unterstützung ihres Vaters prägte die Sängerin nachhaltig. Statt ihre Figur als Makel zu sehen, lernte sie schon früh, ihren Körper mit anderen Augen zu betrachten. Die kleine Fruchtbarkeitsgöttin, die ihr Vater bei sich trug, wurde dabei zu einem Symbol für Selbstakzeptanz und ein positives Körpergefühl.
Dan beeinflusste seine Tochter offenbar nicht nur in ihrem Verhältnis zum eigenen Körper, sondern auch im Umgang mit Rückschlägen. Maite erklärte, dass die Haltung ihres Vaters zu Fehlern sie bis heute in ihrem kreativen Alltag begleitet. Er habe ihr früh vermittelt, dass Scheitern dazugehöre und kein Grund für Scham sei. Das helfe ihr nach eigener Aussage besonders beim Songwriting: Bevor ein gelungenes Lied entstehe, könnten zahlreiche weniger gute Entwürfe auf dem Weg dorthin liegen. Vater und Tochter verband darüber hinaus auch beruflich viel – gemeinsam standen sie über viele Jahre mit der Kelly Family auf der Bühne und tourten durch Europa. Der Familienvater, der die Musikergruppe einst zusammenhielt, starb im Jahr 2002 im Alter von 71 Jahren.




























