John Malkovich wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet
Riesenehre für John Malkovich (72): Bei den Filmfestspielen von Venedig ist der Hollywoodstar als bester Schauspieler ausgezeichnet worden. Laut The Independent erhielt er am letzten Abend des Festivals die Auszeichnung für seine Rolle in "Wild Horse Nine" und setzte sich damit gegen starke internationale Konkurrenz durch. Für eine Überraschung sorgte allerdings, wie der Schauspieler den Preis entgegennahm: Statt persönlich auf die Bühne zu treten, meldete sich der Schauspieler während der Gala lediglich per Videobotschaft, die auf der großen Leinwand eingespielt wurde. Warum er nicht vor Ort sein konnte, ist nicht bekannt. Dass John am Ende als bester Darsteller ausgezeichnet wurde, kam für viele Beobachter nicht völlig unerwartet.
Bereits nach den ersten Pressevorführungen in Venedig hatte seine Leistung in "Wild Horse Nine" für Gesprächsstoff gesorgt und ihn als möglichen Kandidaten für die kommende Oscarsaison ins Spiel gebracht. In der düsteren Komödie von Martin McDonagh spielt er gemeinsam mit Sam Rockwell (57) die beiden CIA-Agenten Chris und Lee. Die Handlung setzt kurz vor dem chilenischen Militärputsch von 1973 ein, als das Duo von Santiago auf die Osterinsel geschickt wird. Die Auszeichnung setzt den Schlusspunkt unter die Begeisterung, die der Film in Venedig von Anfang an ausgelöst hatte. Doch John war letzten Endes nicht der Einzige, der für seine hervorragende Leistung ausgezeichnet wurde. Auch die anderen Hauptpreise des Festivals wurden an diesem Abend vergeben.
Der Goldene Löwe ging an die dänische Regisseurin May el-Toukhy für ihren Film "Woman Unknown". Damit ist sie erst die achte Frau in der Geschichte des Festivals, die die wichtigste Auszeichnung gewinnen konnte. Dieses Historiendrama brachte ebenfalls Mathilde Arcel eine Ehrung ein: Sie wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Der Große Preis der Jury ging an "Possible Love" von Lee Chang-dong, während der Dokumentarfilm "NAZA" von Yuval Abraham und Rachel Szor den Spezialpreis der Jury erhielt. Für die beste Regie wurde Ilja Chrschanowski für "Dau" geehrt. Den Preis für das beste Drehbuch nahmen Stéphane Brizé, Coralie Amédéo und Olivier Gorce für "Un bon petit soldat" entgegen.



























