Trauer um Bruder Harald: Starb Prinzessin Astrid aus Kummer?

Trauer um Bruder Harald: Starb Prinzessin Astrid aus Kummer?

- Anja-Stine Andresen
Lesezeit: 3 min
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Norwegen trauert erneut: Prinzessin Astrid (†94) ist am Freitag, dem 11. September 2026, kurz nach Mittag im Rikshospitalet in Oslo verstorben. Der Palast machte die Nachricht am Wochenende öffentlich. Besonders bewegend: Nur zwei Tage vor ihrem Ableben hatte sich die Prinzessin in der Osloer Domkirche von ihrem jüngeren Bruder König Harald V. (†89) verabschiedet. Trotz ihres hohen Alters und gesundheitlicher Beschwerden ließ sie sich im Rollstuhl in die Kirche bringen, um bei der Beisetzung anwesend zu sein. Harald war nur wenige Tage zuvor, am 28. August, verstorben, seine Trauerfeier fand am 9. September statt. Die auffällige zeitliche Nähe der Todesfälle sorgt in Norwegen für zahlreiche Reaktionen. Mehrere Royalexperten sehen eine starke Symbolik. Johan Lindwall, Chefredakteur der Svensk Damtidning, hatte die Prinzessin bei der Beisetzung gesehen und deutet ihren letzten Auftritt als bewussten Abschied. "Mir ist jetzt klar, dass sie bis zum Schluss durchgehalten hat, um bei der Beerdigung ihres kleinen Bruders dabei zu sein", sagte er gegenüber Se og Hør.

Er zieht einen Vergleich zu langjährigen Eheleuten, bei denen die Partner kurz nacheinander aus dem Leben scheiden: "Ich glaube, dass hier dasselbe passiert ist, dass sie sich ein letztes Mal von ihrem kleinen Bruder verabschieden wollte. Jetzt sind sie wieder vereint." Eine weitere Expertin für das Königshaus, Trine Villemann, verwies gegenüber Ekstra Bladet auf die lebenslange Nähe der beiden Geschwister: "Nun hat ihr 94-jähriges Herz nicht mehr durchgehalten, und das ist typisch für Geschwister, die ein ganzes Leben lang einander nah standen." Der Historiker Tor Bomann-Larsen mahnt wiederum zur Zurückhaltung. Die Teilnahme an einer solchen Trauerfeier sei für eine 94-Jährige eine erhebliche psychische und körperliche Belastung. Astrids Tod sei trotz des auffälligen Zeitpunkts nicht überraschend gekommen. Caroline Vagle fasste die Stimmung gegenüber TV 2 folgendermaßen zusammen: "Das ist herzzerreißend. Es ist erst zwei Wochen her, dass König Harald gestorben ist. Und genau zwei Wochen später stirbt auch seine Schwester – die ihm ja so grenzenlos treu zur Seite stand und ihn bis zum Schluss begleitet hat."

König Haakon (53) ordnete an, dass die Flaggen am Schloss auf halbmast wehen. Und zwar sowohl an Astrids Todestag als auch am Tag der Beisetzung. Das Königshaus teilte mit, Astrid sei "friedlich eingeschlafen". Sie hinterlässt ihre fünf Kinder Cathrine, Benedikte, Alexander, Elisabeth und Carl-Christian sowie deren Familien. In einer gemeinsamen Botschaft verabschiedeten sich die Geschwister von ihrer Mutter mit rührenden Worten: "Danke, dass du die beste Mama warst, die wir uns wünschen konnten. Dein ganzes Leben lang warst du für uns da – mit Liebe und Weisheit, Herzlichkeit und gutem Humor." Außerdem hob die Familie ihre Loyalität und ihr Pflichtbewusstsein hervor. Diese Eigenschaften habe sie zunächst gegenüber Olav und später gegenüber Harald gezeigt.

Luncheon zu Ehren von Weltkriegs-Veteranen in der Osloer Oper: Prinzessin Astrid und König Harald V.
Getty Images
Luncheon zu Ehren von Weltkriegs-Veteranen in der Osloer Oper: Prinzessin Astrid und König Harald V.
Prinzessin Astrid und König Harald V. in Oslo
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Prinzessin Astrid und König Harald V. in Oslo
Kronprinz Haakon, Königin Sonja und Prinzessin Astrid besuchen die Ausstellung "At the King's Table" in der Queen Sonja KunstStall, Oslo
Getty Images
Kronprinz Haakon, Königin Sonja und Prinzessin Astrid besuchen die Ausstellung "At the King's Table" in der Queen Sonja KunstStall, Oslo