Zweiter Grand-Slam-Sieg: Alexander Zverev gewinnt US Open

Zweiter Grand-Slam-Sieg: Alexander Zverev gewinnt US Open

- Hannah Kändler
Lesezeit: 3 min
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Alexander Zverev (29) hat es geschafft: Am Sonntag gewann der Hamburger in New York erstmals die US Open und sicherte sich damit den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Im Arthur Ashe Stadium setzte sich der Tennisprofi nach 3:33 Stunden mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7 und 6:2 gegen den US-Amerikaner Ben Shelton durch. Seinen ersten Matchball verwandelte Zverev direkt und machte damit den Titel perfekt. Im Männereinzel ist er damit erst der zweite Deutsche, dem der Triumph in New York gelang – 1989 hatte Boris Becker (58) den Titel gewonnen. Für Zverev bildet der Erfolg zugleich den krönenden Abschluss einer starken Grand-Slam-Saison: Nur wenige Monate zuvor hatte er bei den French Open bereits seinen ersten großen Titel gefeiert, wie Bild berichtet.

Das New Yorker Publikum stand lautstark hinter dem Lokalmatadoren Shelton – doch Zverev ließ sich davon nicht beeindrucken. Vor allem mit seinem starken Aufschlag dominierte er die Partie und entschied die wichtigen Ballwechsel meist für sich. Nach zwei gewonnenen Sätzen musste er den dritten Durchgang zwar abgeben, startete im vierten Satz aber sofort mit einem Break und machte den Erfolg anschließend souverän perfekt. Boris Becker fand während der Partie lobende Worte für seinen Landsmann: "Wenn's zählt, spielt er sein bestes Tennis und immer wenn es eng ist, schafft er es, seine Leistungsstärke hervorzurufen", sagte er bei sporteurope.tv. Mit seinem Triumph machte Zverev zugleich den Hoffnungen auf einen US-amerikanischen Grand-Slam-Sieger im Männereinzel ein Ende. Seit Andy Roddicks (44) Erfolg 2003 hatte kein US-Spieler mehr einen solchen Titel gewonnen. Für Shelton war die Niederlage besonders bitter: Auch im sechsten direkten Duell gegen Zverev blieb ihm der Sieg verwehrt. Nach Angaben der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau darf sich Zverev zudem über ein Rekordpreisgeld von umgerechnet rund 37 Millionen dänischen Kronen freuen.

Der Weg an die Spitze war lang: Erst 14 Wochen zuvor hatte Zverev in Paris bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen. Damals bezwang er Flavio Cobolli in fünf Sätzen und ließ sich nach dem Matchball überwältigt auf den Sand fallen. Der Triumph in New York dürfte für Zverev auch deshalb besonders emotional gewesen sein, weil er an eine schmerzhafte Niederlage an gleicher Stelle erinnert wurde: Im Finale von 2020 hatte er gegen Dominic Thiem bereits mit 2:0 Sätzen geführt und war dem Titel zum Greifen nah, ehe er die Partie doch noch aus der Hand gab. Diesmal musste der Tennisstar den großen Moment allerdings ohne seine Freundin Sophia Thomalla (36) in der Spielerbox erleben – bei seinem emotionalen French-Open-Triumph hatte sie ihn noch vor Ort unterstützt, wie Sport Bild berichtet. Die Moderatorin war wegen eigener beruflicher Verpflichtungen während des gesamten Turniers nicht vor Ort. Unterstützung bekam Zverev stattdessen unter anderem von seinem Vater und Trainer Alexander Zverev Senior, der das Finale von der Tribüne aus verfolgte.

Alexander Zverev, Australian Open 2025
Getty Images
Alexander Zverev, Australian Open 2025
Alexander Zverev feiert in New York den Finalsieg gegen Ben Shelton bei den US Open 2026
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Alexander Zverev feiert in New York den Finalsieg gegen Ben Shelton bei den US Open 2026
Alexander Zverev im Finale der French Open gegen Flavio Cobolli in Roland Garros, Paris
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Alexander Zverev im Finale der French Open gegen Flavio Cobolli in Roland Garros, Paris
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