

Alexander Zverev gewinnt seinen ersten Grand-Slam-Titel
Alexander Zverev (29) hat Tennisgeschichte geschrieben! Der 29-Jährige gewann am Sonntag bei den French Open in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel. Im Finale auf dem Court Philippe Chatrier rang er den Italiener Flavio Cobolli in einem packenden Fünfsatzkampf mit 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 nieder. Damit ist der Hamburger der erste deutsche Mann seit Boris Becker (58) vor 30 Jahren, der bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere der Welt triumphieren konnte. Nach dem Matchball ließ sich Alexander überwältigt rücklings auf den Sand fallen und schluchzte laut RTL.
Der Weg zum Titel war alles andere als leicht. Ab dem vierten Satz plagte den Olympiasieger von 2021 ein Oberschenkelproblem – er musste sich während einer Spielunterbrechung massieren lassen und bewegte sich zusehends schlechter. Dennoch kämpfte er sich zurück und holte den entscheidenden fünften Satz souverän mit 6:1. Dabei profitierte er auch von den frühen Ausfällen der Topstars Jannik Sinner (24) und Novak Djokovic (39) sowie vom verletzungsbedingten Fehlen des Titelverteidigers Carlos Alcaraz (23). Im gesamten Turnierverlauf gab Zverev nur drei Sätze ab. Zuvor war er bei Grand-Slam-Turnieren dreimal im Finale gescheitert – dieses Trauma hat er nun endgültig abgelegt. "Ich will nicht als der beste Spieler enden, der nie einen Grand Slam gewonnen hat", hatte er nach seinem Finalaus bei den Australian Open im Vorjahr gesagt.
Der Triumph in Paris hat für Alexander auch eine ganz besondere emotionale Bedeutung. Genau hier hatte er sich 2022 im Halbfinale gegen Rafael Nadal (40) schwer am Fuß verletzt und musste damals im Rollstuhl vom Platz gefahren werden. Vier Jahre später durfte er sich auf demselben Platz als Sieger feiern lassen. Den besonderen Moment erlebte auch seine Großmutter Natalia hautnah mit – sie war eigens angereist, um ihren Enkel in Paris anzufeuern. Nachdem Alexanders Großvater verstorben war, hatte die Familie sie nach Europa geholt.








