Kanyes Ex-Mitarbeiter fordert Millionen Schadensersatz

Kanyes Ex-Mitarbeiter fordert Millionen Schadensersatz

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Kanye West (49) sieht sich mit einer Millionenforderung seines früheren Mitarbeiters Benjamin Provo konfrontiert. Wie aus aktuellen Gerichtsunterlagen hervorgeht, die TMZ vorliegen, verlangt Benjamin in einem Diskriminierungsverfahren von dem Rapper und dessen Donda Academy bis zu 23 Millionen Dollar Schadensersatz, umgerechnet rund 20 Millionen Euro. Benjamin wirft Ye vor, ihn im Jahr 2022 wegen seiner Dreadlocks diskriminiert zu haben. Am Ende sei er entlassen worden, weil er sich geweigert habe, seine Haare abzuschneiden. Der Musiker selbst sieht die Sache völlig anders: Er bestreitet, dass überhaupt ein direktes Arbeitsverhältnis zwischen ihm und dem Kläger bestanden habe. Benjamin sei vielmehr bei einer Drittfirma angestellt gewesen, über die Kanye Personal beschäftigt habe.

Im Rahmen des Verfahrens erhebt Benjamin noch einen weiteren schweren Vorwurf gegen Kanye. Der Musiker soll Bücher bedeutender schwarzer Führungspersönlichkeiten aus der Donda Academy entfernt haben. Auch Kanyes früherer Stabschef Milo Yiannopoulos wurde zu dem Fall befragt. Laut TMZ sagte er im Hinblick auf das damalige Arbeitsumfeld: "Wenn man bei rassistisch aufgeladenen Äußerungen wirklich dünnhäutig ist, dann ist das wirklich nicht das richtige Unternehmen für einen." Auch zum Arbeitsalltag in Yes Modefirma äußerte sich Milo demnach deutlich. "Wer zwischen 2023 und 2024 bei Yeezy gearbeitet hat, musste Yes provokante Art, über Religion zu sprechen, akzeptieren", soll der ehemalige Mitarbeiter den Unterlagen zufolge erklärt haben.

Der Diskriminierungsprozess gegen Kanye soll nach aktuellem Stand im Oktober beginnen. Kurz vor dem Start sorgte bereits ein Antrag von Benjamin für Aufsehen: Er möchte Kanye eine bestimmte Verteidigungsstrategie untersagen lassen. Der Rapper solle demnach nicht argumentieren dürfen, er sei zum Zeitpunkt der umstrittenen Entlassung unzurechnungsfähig gewesen. Nach Darstellung des Klägers brachte Ye diesen Ansatz erst kurz vor dem Verfahren ins Spiel – und zwar, ohne zuvor medizinische Unterlagen, entsprechende Aussagen oder ein Gutachten eines Sachverständigen vorgelegt zu haben. Ob das Gericht seinem Anliegen folgt und die Verteidigung entsprechend einschränkt, geht aus den bisher bekannten Unterlagen nicht hervor. Gerichtstermine sind für den Musiker längst kein Neuland mehr: Immer wieder sorgte er in den vergangenen Jahren mit provokanten Aussagen und juristischen Auseinandersetzungen für Schlagzeilen. Auch die Donda Academy, die Kanye nach seiner verstorbenen Mutter benannte, war bereits in der Vergangenheit Gegenstand mehrerer Klagen ehemaliger Mitarbeiter.

Kanye West bei den Grammy Awards 2025 in Los Angeles
Imago
Kanye West bei den Grammy Awards 2025 in Los Angeles
Kanye West im Januar 2022 auf der Fashion Week in Paris
Getty Images
Kanye West im Januar 2022 auf der Fashion Week in Paris
Kanye West, Februar 2025
Getty Images
Kanye West, Februar 2025