Diddys Anwälte wollen Mandat niederlegen

Diddys Anwälte wollen Mandat niederlegen

- Margit Huber
Lesezeit: 2 min
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Sean "Diddy" Combs (56) könnte in seinem 100-Millionen-Dollar-Verleumdungsverfahren schon bald ohne seine bisherige juristische Vertretung dastehen. Michael Tremonte von Sher Tremonte LLP hat beantragt, das Mandat für den in Fort Dix inhaftierten Rapper niederlegen zu dürfen. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die Page Six exklusiv eingesehen hat. Als Begründung nennt der Anwalt offene Rechnungen und eine fehlende Mitwirkung seines Mandanten. Seit über vier Monaten sei der Musiker nicht für zeitnahe, inhaltliche und direkte Gespräche über seine Verfahren verfügbar gewesen. Diese Umstände hätten die weitere Zusammenarbeit "unangemessen erschwert" und das Verhältnis zwischen Anwalt und Mandant zerrüttet, heißt es laut Page Six in dem Antrag. Ob der Jurist tatsächlich aussteigen darf, muss das Gericht nun entscheiden.

Dabei war es der Musiker selbst, der die Sache ins Rollen gebracht hatte. Im Januar 2025 verklagte er Courtney Burgess, dessen Anwältin Ariel Mitchell und den NewsNation-Betreiber Nexstar Media Inc. zunächst auf rund 43.000.000 Euro und legte später noch einmal dieselbe Summe obendrauf. Auslöser sind Behauptungen, die Diddy als frei erfunden zurückweist: Courtney hatte nach einer Aussage vor einer Grand Jury im Herbst 2024 bei NewsNation erklärt, fast ein Dutzend Datenträger mit angeblichen Sexvideos des Musikers zu besitzen. In der Klage heißt es laut Page Six, Courtney habe "fälschlicherweise behauptet, er besitze Videos, die Herrn Combs beim sexuellen Missbrauch von Prominenten und Minderjährigen zeigen".

Der Streit ist nicht das einzige Zivilverfahren, mit dem sich Diddy befassen muss. Ein anonymer Kläger, der nach eigenen Angaben früher als Kinderdarsteller arbeitete, beschuldigt den siebenfachen Vater in einer separaten Klage des sexuellen Missbrauchs. Der mutmaßliche Vorfall soll sich 2007 bei einer Party in den Hollywood Hills ereignet haben. Er sei damals minderjährig gewesen und unter dem Vorwand eines Gesprächs über Karrierechancen in einen separaten Raum gelockt worden. Auch strafrechtlich wurde Diddy bereits belangt: Im Juli 2025 wurde Diddy von den Vorwürfen des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung unter Anwendung von Gewalt, Betrug oder Zwang sowie der organisierten Kriminalität freigesprochen. In zwei Anklagepunkten wegen der Beförderung von Personen zur Prostitution wurde er jedoch schuldig gesprochen, wofür der Rapper eine Haftstrafe von 50 Monaten erhielt. Seine Entlassung ist laut Page Six für den 5. Februar 2028 vorgesehen.

P. Diddy, Rapper
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