Ralf Schumachers Ruhm schüchterte Sohn David als Kind ein
Ein Familienurlaub in Südfrankreich bleibt David Schumacher (24) bis heute im Gedächtnis – jedoch nicht wegen der heißen Sonne und des warmen Sandstrands. Wie er in einem Interview mit der Zeit schilderte, war er damals sechs Jahre alt und mit seinen Eltern Ralf (51) und Cora Schumacher (49) unterwegs, als sich plötzlich rund 50 Fans dem ehemaligen Formel-1-Piloten näherten. Die Leute hielten Zettel und Stifte hoch, um Autogramme zu bekommen, und umringten die kleine Familie so dicht, dass ein Weiterkommen unmöglich schien. Für den Jungen war der plötzliche Trubel um seinen Vater eine beklemmende Erfahrung. "Mich hat das etwas eingeschüchtert", erinnerte sich David an die Szene. Der große Name der Familie war damit schon früh im Alltag spürbar – nicht nur auf der Rennstrecke, sondern mitten in den Ferien.
Auch später merkte David immer wieder, dass seine Wurzeln und seine eigene Motorsport-Karriere nicht nur Vorteile mit sich brachten. Das wurde besonders in der Schule deutlich, wo seine Mitschüler sich Gedanken über sein Doppelleben als Nachwuchsrennfahrer machten. "Bei mir war es kein Mobbing, sondern eher der Neid der Mitschüler", schilderte er im Gespräch. In seinem letzten Schuljahr verpasste der Sportler durch Kartrennen in ganz Europa mehr als 100 Schultage. Von seinen Klassenkameraden wurde vor allem registriert, dass er permanent schulfrei hatte. Dass hinter den Reisen harte Arbeit steckte, ging dabei offenbar unter. Den verpassten Unterricht holte David später mithilfe eines Privatlehrers nach, um trotz der vielen Abwesenheiten mitzuhalten.
Inzwischen steht für David ein neues Kapitel bevor: Er erwartet gemeinsam mit Vivien Schumacher (25) das erste Kind. Für den Nachwuchs hat der Sportler bereits klare Vorstellungen – trotz der Motorsport-Tradition in der Familie. "Mein Kind soll später alles machen dürfen, aber idealerweise nicht Rennfahrer werden", sagte er dem Newsportal. Auch seine eigene Laufbahn bewertet David inzwischen kritisch. "Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich selbst nochmal in den Motorsport gehen würde. Oft geht es dort nur ums Geld. Wer am meisten zahlt, bekommt einen Startplatz", erklärte er im Interview.























