

Unglaublicher Erfolg: Horrorfilm bricht seltenen Kino-Rekord
Mit einem Produktionsbudget von unter einer Million Dollar (rund 860.000 Euro) hat der Horrorfilm "Obsession" einen Rekord gebrochen, der seit der Jahrtausendwende unerreicht war. Nach gerade einmal vier Wochen in den amerikanischen Kinos spielte der Streifen laut Box Office Mojo über 200 Millionen Dollar (rund 173 Millionen Euro) ein. Damit ist "Obsession" der erste Film des 21. Jahrhunderts, der mit einem derart geringen Budget diese Marke knacken konnte. Regie führte Curry Barker (26), dem mit diesem Debüt quasi über Nacht ein riesiges Phänomen gelungen ist. Deutsche Kinogänger müssen sich noch etwas gedulden – hierzulande läuft der Film erst ab dem 25. Juni an.
Zwar führt "Scary Movie" derzeit die Kino-Charts" an, doch "Obsession" entwickelt sich immer mehr zum Überraschungshit des Jahres. Der Psychothriller erscheint bei Focus Features und zählt bereits jetzt zu den erfolgreichsten Horror-Debüts des Jahrzehnts. Auch bei Kritikern kommt der Film hervorragend an: Auf Rotten Tomatoes erreicht er starke 95 Prozent. Der Konsens lautet, "Obsession" sei "auf erschreckende Weise verstörend und zugleich gekonnt amüsant und spannend". Den letzten vergleichbaren Erfolg feierte "The Blair Witch Project" aus dem Jahr 1999, der seinerzeit eine ganze Ära des Horrorgenres prägte.
Nicht nur "Obsession" zeigt, dass sich die Filmbranche im Wandel befindet. Auch der Horrorfilm "Backrooms" sorgt derzeit für Schlagzeilen – vor allem wegen seines Regisseurs Kane Parsons, der gerade einmal 20 Jahre alt ist. Beide Projekte verbindet, dass sie von jungen Content-Creatoren aus der Onlinewelt ins Leben gerufen wurden. Während Kane seine Karriere in der YouTube-Welt begann, ist es nun auch Curry, der beweist, dass Blockbuster-Erfolge nicht zwingend Millionenbudgets erfordern.








