Bei Haftprüfung: Marius Borg Høiby fordert seine Freilassung

Bei Haftprüfung: Marius Borg Høiby fordert seine Freilassung

- Promiflash Redaktion
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Marius Borg Høiby (29) steht an diesem Montag erneut vor Gericht: Am Amtsgericht Oslo kämpft er um seine Freilassung. Um 8:30 Uhr erschien er zu dem Haftprüfungstermin – bekleidet mit einem hellblauen Hemd und einem dunkelblauen Jackett. Seit vier Wochen verbringt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) seine Untersuchungshaft mit einer elektronischen Fußfessel in seiner Wohnung auf dem Anwesen Skaugum. Die Staatsanwaltschaft beantragt laut Dagbladet nun, diese Maßnahme um weitere vier Wochen zu verlängern. Damit ist der Verurteilte allerdings nicht einverstanden. Stattdessen möchte er vorläufig entlassen werden – und zwar mit einer sogenannten umgekehrten Gewalt-Alarm-Fußfessel. Mit dieser könnte er sich grundsätzlich frei bewegen, dürfte aber bestimmte festgelegte Bereiche der Osloer Innenstadt nicht mehr betreten. Über den Antrag auf Freilassung und die künftige Form der elektronischen Überwachung entscheidet nun das Gericht.

In den vergangenen vier Wochen hatte Marius die Möglichkeit, seine erkrankte Mutter Mette-Marit täglich im Krankenhaus zu besuchen. Auch darüber hinaus habe es Kontakt zwischen den beiden gegeben. Sein Verteidiger Petar Sekulic unterstrich laut Dagbladet, wie viel ihm diese Begegnungen bedeuten: "Die vier Wochen waren wesentlich besser als im Ila-Gefängnis, und er hatte einigen Kontakt zu seiner Mutter. Der Kontakt war für Høiby und seine Mutter von großer Bedeutung." Der Antrag der Staatsanwaltschaft habe seinen Mandanten sehr überrascht, da die Polizei zuvor deutliche Signale für eine Freilassung unter Auflagen gesendet habe. Die Anklagebehörde bewertet die Lage anders: Sie hält das Risiko neuer Straftaten gegen seine Exfreundin, die sogenannte Frogner-Frau, weiterhin für zu hoch. Marius selbst weist ein solches Wiederholungsrisiko zurück und erklärte schon bei früheren Haftterminen, keinen Kontakt zu seiner Ex zu wollen.

Bereits seit einer Gerichtsentscheidung im Juni sitzt Marius nicht mehr im Ila-Gefängnis, sondern verbüßt die Untersuchungshaft mit Fußfessel auf Skaugum. Zuletzt prüften die Behörden, ob diese Form überhaupt fortgesetzt werden soll. Verurteilt wurde der Norweger zu vier Jahren Haft – unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen, der Misshandlung seiner früheren Partnerin Nora Haukland und schwerer Gewalt gegen die Frogner-Frau. Gegen die Urteile wegen Vergewaltigung und Misshandlung legte er Berufung ein und beteuert in diesen Punkten seine Unschuld. Vor vier Wochen stimmte er zudem einer Betreuung durch die Osloer Polizeieinheit RISK zu, die erneute und schwere Gewalt in engen Beziehungen verhindern soll. Sein Anwalt beschreibt die bisherige Zusammenarbeit als ausgezeichnet. Auch die Staatsanwaltschaft äußert sich grundsätzlich positiv über das Programm und erkennt an, dass es das angenommene Wiederholungsrisiko senken kann.

Marius Borg Høiby beim Jubiläum in Trondheim
Imago
Marius Borg Høiby beim Jubiläum in Trondheim
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
Getty Images
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Wie findet ihr den Vorschlag mit der umgekehrten Gewalt-Alarm-Fußfessel für Marius Borg Høiby?