Antrag abgelehnt: Marius Borg Høiby bleibt unter Hausarrest

Antrag abgelehnt: Marius Borg Høiby bleibt unter Hausarrest

- Florentine Naumann
Lesezeit: 2 min
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Marius Borg Høiby (29) muss weiterhin auf dem königlichen Anwesen Skaugum ausharren: Das zuständige Gericht lehnte am Montag seinen Antrag auf eine Lockerung der Haftbedingungen ab und verlängerte die Untersuchungshaft mit elektronischer Fußfessel um weitere vier Wochen. Wie die norwegische Zeitung VG berichtet, darf der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) das Haus in dieser Zeit nur für genehmigte Zwecke verlassen – etwa für Arbeit, Schule, Behandlungstermine oder Krankenbesuche bei Angehörigen. Zusätzlich muss er sich regelmäßig Drogentests unterziehen. Beantragt hatte die Verlängerung die Staatsanwaltschaft, die nach wie vor eine akute Rückfallgefahr sieht. Vor Gericht reagierte Marius sichtlich frustriert auf den Beschluss. "Das ist nicht das, was ich mir wünsche", sagte er.

Der 29-Jährige hatte offenbar mit einer Entlassung oder zumindest mit weniger strengen Auflagen gerechnet. Er betonte, im vergangenen Monat weder gegen das Alkoholverbot noch gegen andere Bedingungen verstoßen zu haben. Besonders die aus seiner Sicht widersprüchlichen Signale der Behörden ärgerten ihn: "Ich habe gegen die Auflagen nicht verstoßen, ich habe mich genau so verhalten, wie es mir gesagt wurde. Ich kann nicht nachvollziehen, was passiert ist. Warum erhalte ich an einem Tag plötzlich eine Nachricht und am nächsten Tag eine andere?" Auch die Einschränkungen im Alltag setzen ihm zu: "Es ist natürlich eine Belastung, das Haus nicht verlassen zu können. Nicht einkaufen gehen zu können und keine Freunde besuchen zu können. Auch wenn ich zu Hause sitze, sitze ich immer noch fest." Sein Verteidiger Petar Sekulic erklärte gegenüber Dagbladet: "Wir werden nun den Beschluss lesen und prüfen, ob wir Berufung einlegen werden oder nicht."

Marius war im Juni unter anderem wegen der Vergewaltigung zweier Frauen sowie wegen Gewalt in engen Beziehungen verurteilt worden. Im Juli erhielt er die Erlaubnis, die Untersuchungshaft nicht im Gefängnis Ila, sondern auf dem Anwesen Skaugum zu verbringen. Dort stellt ihm Kronprinz Haakon (53) ein eigenes Haus zur Verfügung. Innerhalb des elektronisch begrenzten Areals kann er sich vergleichsweise frei bewegen: Er darf im Schlosspark spazieren gehen, den Pool nutzen und seine Mutter im Hauptgebäude besuchen. Dennoch machte er vor Gericht deutlich, dass er den Hausarrest weiterhin als Freiheitsentzug empfindet. "Das ist viel besser, als in Ila zu sein, daran besteht kein Zweifel. Aber es ist immer noch eine Haftstrafe", sagte er laut norwegischen Medienberichten.

Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Marius Borg Høiby und Kronprinz Haakon beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
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Marius Borg Høiby und Kronprinz Haakon beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
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