Prinz Harry zieht sich nach Skandal von African Parks zurück

Prinz Harry zieht sich nach Skandal von African Parks zurück

- Margit Huber
Lesezeit: 2 min
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Prinz Harry (41) beendet sein Engagement bei der Naturschutzorganisation African Parks. Nach zehn Jahren wird der Herzog von Sussex dem Vorstand ab dem 30. September 2026 nicht mehr angehören, wie die Organisation in einem Statement mitteilte. Der Rückzug folgt auf schwere Vorwürfe gegen die Organisation: Einzelne Ranger sollen im Odzala-Kokoua-Nationalpark in der Republik Kongo Menschenrechtsverletzungen an Angehörigen der Baka-Gemeinschaft begangen haben – diese wurden inzwischen bestätigt. Ganz den Rücken kehren will Harry dem Projekt aber offenbar nicht: Auch ohne offizielles Amt soll er African Parks weiterhin aus der Ferne unterstützen. Der Vorsitzende der Organisation, Vas Narasimhan, fand dabei lobende Worte für den Royal: "Wir danken allen Vorstandsmitgliedern, die ihre Zeit großzügig und ehrenamtlich zur Unterstützung unserer Naturschutzmission einsetzen – und insbesondere dem Herzog von Sussex für ein Jahrzehnt engagierter Arbeit für African Parks."

Bereits 2023 hatte die Organisation eine unabhängige Untersuchung durch die Kanzlei Omnia Strategy LLP in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Es war tatsächlich zu Menschenrechtsverletzungen gekommen. Zudem hätten die internen Systeme und Abläufe von African Parks "mehrere Versäumnisse" aufgewiesen. Die Empfehlungen der Prüfer nahm die Organisation an und kündigte an, gegen Mitarbeitende vorzugehen – vorausgesetzt, es liegen ausreichend Beweise für Vorfälle vor, die bislang unbekannt waren oder nicht angemessen behandelt wurden. Darüber hinaus soll ein eigener Rahmen für Wiedergutmachung bei Menschenrechtsverletzungen geschaffen werden. Auch eine weitere Folgenabschätzung im Odzala-Kokoua-Nationalpark ist geplant: Schwerwiegende Beschwerden sollen künftig von einem unabhängigen Gremium aus afrikanischen Richtern und Menschenrechtsexperten bearbeitet werden.

Der Druck auf Harry war zuletzt deutlich gewachsen. Die Organisation Survival International hatte ihn öffentlich zum Rücktritt aufgefordert und den Rangern unter anderem Vergewaltigung und Folter an indigenen Gemeinschaften vorgeworfen. Für zusätzliche Kritik sorgte, dass der Royal trotz der aus Sicht der Aktivisten weiterhin ungelösten Probleme an einer Spendenveranstaltung in Arizona teilgenommen haben soll, bei der rund 859 Millionen Euro gesammelt wurden. Seine Verbindung zu African Parks reicht bis ins Jahr 2016 zurück. Damals reiste der Herzog nach Malawi und unterstützte dort eine der zu diesem Zeitpunkt größten Elefantenumsiedlungen. Aus diesem Einsatz entwickelte sich ein langjähriges Engagement: Sechs Jahre lang bekleidete Harry das Amt des Präsidenten der Organisation, ehe er in den Vorstand wechselte. African Parks arbeitet als gemeinnützige Organisation mit Regierungen und lokalen Gemeinschaften zusammen. Ziel ist die langfristige Verwaltung von Schutzgebieten sowie der Erhalt von Wildtieren und Naturräumen in Afrika.

Prinz Harry zurück in London
Getty Images
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Prinz Harry bei einem Goat-Yoga-Kurs beim Scotty’s Summer Festival in Maxstoke Castle
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Prinz Harry, Duke of Sussex, nimmt am Goat Yoga beim Scotty’s Summer Festival auf Schloss Maxstoke in Birmingham teil
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Hat Prinz Harry mit seinem Rückzug aus dem Vorstand die richtige Entscheidung getroffen?