Butler vs. Bruder: Neue Diana-Biografie könnte Fehde beleben

Butler vs. Bruder: Neue Diana-Biografie könnte Fehde beleben

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Earl Spencer plant eine Biografie über seine tragisch verstorbene Schwester Prinzessin Diana (†36) – und damit könnte ein alter Streit erneut aufflammen. Seit Dianas Tod 1997 verbindet ihren Bruder und ihren früheren Butler Paul Burrell (68) eine tiefe Abneigung. Paul, der sich selbst als Dianas "Fels in der Brandung" bezeichnete, griff den neunten Earl Spencer in der Vergangenheit mehrfach öffentlich an. Besonders dessen berühmte Trauerrede in der Westminster Abbey anlässlich Dianas Beerdigung nahm er ins Visier und bezeichnete sie als "heuchlerisch". Nun dürfte das geplante Buch die seit fast drei Jahrzehnten andauernden Spannungen wieder aufleben lassen. Ob Charles (62) darin konkret auf Paul oder dessen Behauptungen eingehen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Auch einen Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht. Angesichts der scharfen Worte, die beide Seiten bereits in der Vergangenheit füreinander fanden, ist jedoch mit weiteren öffentlichen Auseinandersetzungen zu rechnen. Die Biografie könnte damit nicht nur neue Einblicke in Dianas Leben geben, sondern zugleich alte Vorwürfe rund um ihren Tod und ihre Beisetzung erneut zum Thema machen.

Zu Paul Burrells schwersten Anschuldigungen gehört eine Behauptung über die Vorbereitungen für Prinzessin Dianas Beisetzung. Der ehemalige Butler warf Charles Spencer vor, die königliche Standarte vor der Trauerfeier von ihrem Sarg entfernt und durch eine Familienflagge ersetzt zu haben. Nach Pauls Darstellung habe Dianas Bruder ihr damit nachträglich den königlichen Status "entzogen". Der Earl widersprach dieser Behauptung damals entschieden. In einer öffentlichen Stellungnahme erklärte er: "Die Standarte der Queen wurde als Teil der Zeremonie von ihrem eigenen Offizier auf würdevolle und zuvor vereinbarte Weise entfernt." Anschließend bezeichnete er Pauls Anschuldigungen als "weitere verletzende Lügen". Dieser Streit zeigt, warum das geplante Buch für erneute Spannungen sorgen könnte. Sollte Earl Spencer darin die Beisetzung Dianas oder Pauls Rolle im Umfeld seiner Schwester aufgreifen, könnten die damaligen Vorwürfe erneut öffentlich diskutiert werden. Bislang ist nicht öffentlich bekannt, welche Lebensabschnitte die Biografie ausführlich behandeln wird.

Paul Burrell arbeitete jahrelang als persönlicher Butler der Prinzessin von Wales und galt als einer ihrer engsten Vertrauten. Diese Nähe prägt bis heute seine öffentlichen Äußerungen über die Royal Family. Auch zu Dianas Söhnen und deren Privatleben meldet er sich immer wieder zu Wort. Zuletzt vertrat er gegenüber Bild die These, dass Prinz Harry (41) seine Frau Meghan nicht geheiratet hätte, wenn seine Mutter noch lebte. Dabei brachte er Harrys Entscheidung für die Heirat in einen emotionalen Zusammenhang mit dem frühen Verlust seiner Mutter. Diana verstarb am 31. August 1997 in Paris an den Folgen eines schweren Autounfalls – ihre beiden Söhne William und Harry waren zu diesem Zeitpunkt 15 und zwölf Jahre alt.

Collage: Links: Paul Burell, Butler von Prinzessin Diana, Rechts: Charles Spencer im Jahr 2009 in Philadelphia
Collage: Getty Images, Getty Images
Collage: Links: Paul Burell, Butler von Prinzessin Diana, Rechts: Charles Spencer im Jahr 2009 in Philadelphia
Charles Spencer und Prinz Harry im Juli 2021
Getty Images
Charles Spencer und Prinz Harry im Juli 2021
Charles Spencer und Prinzessin Diana, 1972
Instagram / charles.earl.spencer
Charles Spencer und Prinzessin Diana, 1972
Was sollte Charles Spencers Diana-Biografie eurer Meinung nach vor allem liefern?