Neue Rekonstruktion zeigt Prinzessin Dianas letzte Chance

Neue Rekonstruktion zeigt Prinzessin Dianas letzte Chance

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
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Am 31. August 1997 endete die nächtliche Fahrt von Prinzessin Diana (†36) durch Paris im Pont-de-l'Alma-Tunnel. In der Mercedes-Limousine saßen außerdem Dodi Al-Fayed (†42), der Fahrer Henri Paul und der Leibwächter Trevor Rees-Jones (58). Das Auto wurde von Fotografen verfolgt und prallte gegen einen Pfeiler. Diana war 36 Jahre alt; Dodi und Henri starben noch am Unfallort, Trevor überlebte schwer verletzt. Nun stellt das FOX-Special "Celebrity Crime Scene: Princess Diana" den Ablauf mit digitaler Rekonstruktion erneut nach. Der investigative Journalist Jakson Buhaj arbeitet darin mit der forensischen Psychologin Kerry Daynes und dem früheren Secret-Service-Agenten Rich Staropoli. Jakson hält vor allem eine alltägliche Handlung für entscheidend. "Es ist sehr merkwürdig, dass keiner von ihnen angeschnallt war. Besonders wenn man bedenkt, dass das Auto weit über dem Tempolimit fuhr. Trotzdem dachte niemand daran."

Lange wurde erzählt, Trevor sei als einziger Insasse angeschnallt gewesen und deshalb davongekommen. Die britische Untersuchung Operation Paget kam jedoch zu einem anderen Ergebnis: Beim Aufprall trug niemand im Wagen den Gurt. Gleichzeitig wies der frühere Metropolitan-Police-Chef John Stevens eine Mordthese zurück. Er verwies auf eine Kette von Faktoren: Henri fuhr zu schnell, und spätere Tests ergaben einen Blutalkoholwert deutlich über dem französischen Grenzwert. Die neue Rekonstruktion zeigt: Die Prinzessin hätte den Aufprall nach den Berechnungen "höchstwahrscheinlich" überlebt. "Diese Tatsache hat mich danach wirklich nicht mehr losgelassen", so der Investigativjournalist weiter. Für Dodi und Fahrer Henri kommt die Rekonstruktion allerdings zu einem anderen Ergebnis: Bei ihnen hätte auch ein Sicherheitsgurt den tödlichen Ausgang nicht verhindern können.

"Es gibt da draußen eine ganz andere Zeitlinie, in der ein Sicherheitsgurt Prinzessin Diana das Leben hätte retten können", erklärt Jakson. Das ist eine Einschätzung, keine nachträgliche medizinische Gewissheit. Der britische Untersuchungsbericht von 2006 bezeichnete das Geschehen als tragischen Unfall. Die spätere Jury bewertete das Zusammenspiel aus Geschwindigkeit, Alkohol, Verfolgung und fehlender Sicherung als tödlich. Diana und Dodi hatten kurz zuvor gemeinsame Tage auf einer Yacht vor Sardinien verbracht und waren am 30. August 1997 nach Paris gereist. Dort standen unter anderem ein Abendessen und ein Besuch im Ritz auf dem Programm. Kurz nach Mitternacht kam es dann zu dem Unglück. Die Mutter von Prinz William (44) und Prinz Harry (41)wurde in das Pariser Krankenhaus Pitié-Salpêtrière gebracht, wo Ärzte über mehrere Stunden um ihr Leben kämpften. Um vier Uhr morgens wurde sie für tot erklärt.

Diana, Princess of Wales, trifft zum Costume Institute Ball im Metropolitan Museum of Art in New York ein
Getty Images
Diana, Princess of Wales, trifft zum Costume Institute Ball im Metropolitan Museum of Art in New York ein
Der Unfallwagen von Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed
Getty Images
Der Unfallwagen von Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed
Gedenkstätte für Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed
Getty Images
Gedenkstätte für Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed
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