Harry eröffnet: Das verabscheute Prinz William als Kind sehr
Schon als kleiner Junge konnte Prinz William (44) einer Sache offenbar überhaupt nichts abgewinnen: der Vorstellung, gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Prinz Harry (41) als untrennbare Einheit gesehen zu werden. In seinen Memoiren "Spare" erinnert sich der Herzog von Sussex daran, dass ihre Mutter Prinzessin Diana (†36) die beiden bei privaten Gelegenheiten wie auch bei offiziellen Terminen regelmäßig in identische Kleidung steckte. Für den Älteren der beiden Brüder soll das eine echte Zumutung gewesen sein. "Willy hasste es immer, wenn jemand den Fehler machte, uns für ein Gesamtpaket zu halten", schreibt Harry in seinem Buch. Und weiter: "Er verabscheute es, wenn Mummy uns die gleichen Outfits anzog." Der Wunsch, als eigenständige Person und nicht als eine Hälfte eines Doppels wahrgenommen zu werden, begleitete den heutigen Prinzen von Wales demnach von klein auf.
Die abgestimmte Garderobe zog sich durch weite Teile der Kindheit: Schuluniformen, khakifarbene Kleidung und Kleidung für Reisen mit den Royals an der Seite der Eltern gehörten dazu. Teilweise trugen die beiden Prinzen sogar dieselben schwarzen Schuhe. Verstärkt wurde der Eindruck laut Harry durch den auffälligen Kindermodegeschmack seiner Mutter – mitunter hätten er und sein Bruder ausgesehen wie die Zwillinge aus "Alice im Wunderland". Ihn selbst habe das damals wenig gekümmert, denn Kleidung habe ihn ohnehin kaum interessiert. Sein Bruder hingegen habe sich klar abgrenzen wollen. Auch die gemeinsame Zeit am Eton College soll den Thronfolger belastet haben. "Für Willy war es die reinste Qual, den gleichen Blazer und die gleichen engen Shorts zu tragen wie ich", heißt es in "Spare". "Und nun auf dieselbe Schule zu gehen, war der reinste Mord."
Vor dem Hintergrund des heutigen Zerwürfnisses zwischen den Brüdern bekommen diese Kindheitserinnerungen eine besondere Note. William wurde von Anfang an als künftiger König erzogen, während Harry nach eigener Darstellung lange unter seiner Rolle als royaler "Ersatzmann" litt. Seit Harry und Herzogin Meghan (45) sich 2020 als arbeitende Royals zurückzogen und in die USA übersiedelten, gilt das Verhältnis der beiden als schwer beschädigt. Öffentliche Interviews, die Netflixdokumentation und schließlich die Memoiren vertieften den Graben zusätzlich. Zuletzt zeigten sich die Söhne von König Charles III. (77) bei dessen Krönung im Mai 2023 gemeinsam in der Öffentlichkeit – in der Westminster Abbey saßen sie jedoch getrennt. Royalbiograf Andrew Morton erklärte im Podcast "Palace Confidential" außerdem, Harry habe schon länger befürchtet, eines Tages von Williams Kindern George, Charlotte und Louis überschattet zu werden.










