Psychologin: So sehr hat Militär Prinzessin Leonor verändert

Psychologin: So sehr hat Militär Prinzessin Leonor verändert

- Promiflash Redaktion
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

Die letzten drei Jahre hat Prinzessin Leonor (20) Uniform getragen: Die spanische Kronprinzessin durchlief eine strenge Ausbildung beim Heer, bei der Marine sowie bei den Luft- und Weltraumstreitkräften – jetzt ist dieser Abschnitt beendet. Wie sehr die Zeit in der Kaserne die Thronfolgerin geformt haben dürfte, analysierte nun die Psychologin Lara Ferreiro gegenüber El Cronista. Feste Regeln, streng getaktete Tagesabläufe, fordernde Prüfungen, enormer Druck und lange Trennungen von der eigenen Familie hätten ihre Selbstsicherheit, Disziplin, Widerstandsfähigkeit und Selbstkontrolle gestärkt. "Die militärische Ausbildung hat Leonor geholfen, eine stärkere und persönlichere Identität zu entwickeln", so die Einschätzung der Expertin. Entscheidend sei dabei gewesen, dass Leonor die Herausforderungen nicht wegen ihres Status meistern konnte, sondern durch eigene Leistung. So könnte ein "auf realen Leistungen basierendes Selbstwertgefühl" entstanden sein.

Der durchgetaktete Alltag beim Militär habe außerdem konkrete Fähigkeiten geschult, erklärte Lara weiter gegenüber der argentinischen Zeitung. Leonor könne sich heute besser organisieren, vorausschauend planen, Impulse kontrollieren und konsequent auf langfristige Ziele hinarbeiten. Dazu kämen Durchhaltevermögen, Konzentration und die Fähigkeit, auch unter Widrigkeiten und massivem Druck leistungsfähig zu bleiben. Genau das seien wichtige Voraussetzungen für spätere Entscheidungen, die unter starker Beobachtung der Medien und auch von Spanien selbst getroffen werden müssen. Auch das Zusammenleben mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten habe Spuren hinterlassen: Teamarbeit fördere Empathie, aktives Zuhören, emotionales Verständnis und den Umgang mit Konflikten. Für die Psychologin ist das zugleich eine Schule für die bevorstehende Rolle der Prinzessin an der Spitze des Königshauses. "Führung bedeutet, zu dienen und Verantwortung zu übernehmen, anstatt Privilegien zu genießen", betonte sie.

Besonders prägend könnten die langen Phasen fern von ihren Eltern, König Felipe VI (58) und Königin Letizia (53), sowie von ihrer jüngeren Schwester, Prinzessin Sofía (19), gewesen sein. Laut der Expertin dürfte Leonor durch die Distanz deutlicher vor Augen geführt worden sein, welche persönlichen Opfer ihre Eltern für das Land und die Krone bringen. Auch die Beziehung zu ihrer jüngeren Schwester habe davon profitieren können – der Kronprinzessin sei womöglich bewusster geworden, wie wertvoll eine Schwester ist, die ihre außergewöhnlichen Lebensumstände wirklich nachvollziehen kann. Die räumliche Trennung könne die Bindung zwischen den beiden also sogar gefestigt haben. Für Leonor steht nun der nächste Schritt außerhalb der Kaserne an: Im September 2026 wird sie an der Universität Carlos III in Madrid ein Politikwissenschaftsstudium aufnehmen. Zuvor hatte ihr Vater ihr im Juli bei einer Zeremonie das Diplom und das Abzeichen des Fallschirmjägerkommandos überreicht.

Bei der Pascua Militar 2026: Prinzessin Leonor salutiert im Königspalast von Madrid
Imago
Bei der Pascua Militar 2026: Prinzessin Leonor salutiert im Königspalast von Madrid
Prinzessin Leonor bei der Verleihung des königlichen Verdienstkreuzes, Juli 2025
MC Boti / ActionPress
Prinzessin Leonor bei der Verleihung des königlichen Verdienstkreuzes, Juli 2025
Prinzessin Leonor, Königin Letizia und König Felipe am 12. Oktober 2024 in Spanien
Getty Images
Prinzessin Leonor, Königin Letizia und König Felipe am 12. Oktober 2024 in Spanien
Wie bewertet ihr Leonors dreijährige Zeit in Uniform?