"Nicht hübsch": Darum wurde Marcel Remus als Kind gehänselt
Marcel Remus (39) hat sich mit dem Verkauf von Luxusimmobilien auf Mallorca einen Namen gemacht – doch wie so oft prägte nicht nur Erfolg das Leben des Maklers. In der RTL-Sendung "Punkt 12" sprach der Unternehmer mit Katja Burkard (61) und Bernd Fuchs erstmals offen über seine schwere Kindheit. Denn von seiner Großmutter erbte er eine massive Sehschwäche von minus zehn Dioptrien. Die Folge: Schon als Einjähriger musste er deshalb eine ausgesprochen dicke Brille tragen. Hinzu kam die Fußfehlstellung Sichelfuß, die ihn ebenfalls belastete. In der Schule wurde sein Äußeres schließlich zur Zielscheibe: Mitschüler zogen ihn auf und riefen ihm Spitznamen wie "Harry Potter" oder "dicke fette Hornbrille" hinterher. Der Unternehmer blickt heute nüchtern auf diese Zeit zurück. "Ich sah nicht so hübsch aus", resümierte er und beschrieb seine damaligen Brillengläser als "dicke, fette Glasbausteine". Spurlos sind die Hänseleien nicht an ihm vorbeigegangen. Sie haben ihn langfristig geprägt. Gleichzeitig zieht er daraus allerdings auch etwas Positives: "Am Ende muss ich sagen, hat's mich stärker gemacht."
Marcel hatte nicht nur in seiner Kindheit mit dem einen oder anderen Stolperstein zu kämpfen. Auch seine eigenen Familienmitglieder belasteten ihn zuweilen. In der Sendung erzählte er, dass ihm Neid aus den eigenen Reihen entgegenschlägt. Immer wieder würden sich Verwandte bei ihm melden, nachdem sie von einem erfolgreichen Abschluss erfahren haben, und Geld einfordern. "Du hast ja schon wieder ein Haus verkauft, haben wir auf Instagram gesehen [...] Da kannst du doch mal der Familie was spenden", bekomme er aus der Verwandtschaft zu hören. Nach eigener Aussage investiert der Makler sein Geld stattdessen lieber in wohltätige Projekte. Die an ihn gerichteten Forderungen lassen ihn jedoch nicht unberührt, die Reaktionen empfinde er als enttäuschend. Hinter seinem glamourösen Auftreten verbergen sich also auch schmerzhafte Erfahrungen: "Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt."
Auch Marcels Mutter Silke kommt in der neuen RTL-Doku "Millionen-Makler Marcel Remus ganz privat – Der Preis meines Erfolgs", in der eben diese Themen besprochen werden, zu Wort und erinnert sich an den schwierigen Start ihres Sohnes ins Leben. Sie habe sich zunächst selbst an die Situation gewöhnen müssen. Wenn ihr bei Spaziergängen Freundinnen entgegenkamen, habe sie ihm die Brille abgenommen. Die Doku, die seit dem 23. August auf RTL+ abrufbar ist, zeigt den Immobilienprofi von einer ungewohnt verletzlichen Seite, obwohl er schon zu Beginn seiner Karriere im VOX-Format "Mieten, kaufen, wohnen" sehr selbstsicher auftrat. Im Gespräch mit Frauke Ludowig (62), das Teil der Doku ist, geht es unter anderem um Einsamkeit, Spannungen in der Familie und die privaten Folgen seiner Karriere. Als das schwierige Verhältnis zu seinen Angehörigen zur Sprache kommt, bricht Marcel sogar in Tränen aus. Die Veröffentlichung fiel auf ein besonderes Datum: Es war der 20. Jahrestag seiner Auswanderung nach Mallorca.











