Alanis Morissette verklagt Ex-Managerin wegen Erpressung
Alanis Morissette (52) geht juristisch gegen ihre frühere Tourmanagerin vor: Am Dienstag reichte die Sängerin vor einem Bundesgericht in Los Angeles Klage gegen Keren Urinov ein. Wie das Magazin Rolling Stone berichtet, wirft die Musikerin ihrer Ex-Mitarbeiterin eine gezielt geplante Erpressungskampagne vor. Urinov soll gedroht haben, sie öffentlich des Drogenbesitzes und sogar des Drogenhandels an Flughäfen zu bezichtigen – sofern die "Ironic"-Interpretin ihr keinen neuen Vertrag anbiete. In diesem Vertrag fordere die ehemalige Managerin eine Anstellung über 15 Jahre, inklusive vollem Gehalt und Bonuszahlungen. Alanis weist alle Anschuldigungen entschieden zurück. Ihr bleibe nur der Gang vor Gericht, um sich zu wehren. Die Klageschrift umfasst sechs Anklagepunkte und schildert eine Auseinandersetzung, die sich über Monate zugespitzt haben soll.
Den Ausgangspunkt des Streits bildet laut den Gerichtsunterlagen eine gemeinsame Reise im Jahr 2025. An einem britischen Flughafen soll Urinov festgehalten worden sein, weil sich in ihrer Tasche Marihuana und Xylazin befunden hätten. Bei der Befragung habe sie bestätigt, dass die Tasche ihr gehöre. Zudem habe sie eine israelische Lizenz für medizinisches Marihuana vorgezeigt und sei daraufhin wieder freigelassen worden. Ein ähnlicher Vorfall soll sich später in Spanien wiederholt haben. Nach dem Ende der Tour sollen Urinov und ihr Anwalt dann mehrere Schreiben geschickt haben, deren Ton "zunehmend erpresserisch" geworden sei. Alanis habe gegenüber den britischen Behörden erklären sollen, die Drogen seien ihr Eigentum gewesen. Im Gegenzug für den Vertrag und einen Anwalt für Einwanderungsrecht hätte man die Forderungen fallen lassen. Nach Alanis' Ablehnung habe die Gegenseite in einem weiteren Brief angedeutet, ihr Drogenhandel vorzuwerfen.
In der Klageschrift, die Rolling Stone vorliegt, heißt es: "Die Klägerin Alanis Morissette ist das Opfer einer kalkulierten Erpressungskampagne, die von einer unzufriedenen ehemaligen Tourmanagerin inszeniert wurde." Außerdem wird die Haltung der Musikerin unmissverständlich formuliert: "Morissette wird nicht zustimmen, die nächsten 15 Jahre mit einer inkompetenten Erpresserin zusammenzuarbeiten und ihr mit einer Pistole an der Stirn das Gehalt zu zahlen." Der Rechtsstreit dreht sich somit auch um ein Arbeitsverhältnis, das offenbar endgültig zerbrochen ist. Sämtliche Anschuldigungen gegen Urinov stammen bislang ausschließlich aus der Darstellung der Sängerin in der Klageschrift. Eine öffentliche Stellungnahme der Ex-Tourmanagerin zu den erhobenen Vorwürfen liegt bisher nicht vor.





















