Luigi Mangiones Familie blieb dem Gericht fern

Luigi Mangiones Familie blieb dem Gericht fern

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Neu freigegebene Gerichtsunterlagen aus dem Bundesverfahren gegen Luigi Mangione (28) liefern neue Einblicke in die Vorgänge rund um seine Anhörung am 14. August 2026 in New York. Wie aus den von Us Weekly veröffentlichten Dokumenten hervorgeht, hatte seine Familie offenbar darüber nachgedacht, erstmals seit seiner Festnahme im Dezember 2024 öffentlich im Gerichtssaal aufzutauchen. Während einer nicht öffentlichen Besprechung am 6. August fragte US-Bezirksrichterin Margaret Garnett Verteidigerin Karen Friedman Agnifilo: "Erwarten Sie, dass jemand aus Herrn Mangiones Familie an der Anhörung zum Schuldbekenntnis teilnimmt?" Die Anwältin entgegnete: "Ich bin darüber mit ihnen im Gespräch. Falls sie kommen, wären es nur zwei Personen." Um welche beiden Angehörigen es sich dabei gehandelt hätte, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Letztlich scheint sich die Familie gegen einen Besuch entschieden zu haben – bei der Anhörung war sie nicht anwesend und hielt sich damit weiterhin aus der Öffentlichkeit heraus.

Auf der anderen Seite waren mehrere Angehörige des getöteten UnitedHealthcare-Chefs Brian Thompson im Gerichtssaal anwesend, als Luigi seine Schuld an der Nachstellung und der tödlichen Schussattacke einräumte. Die wohlhabende Familie des Angeklagten ist in seiner Heimat Maryland bereits seit Jahrzehnten in den Bereichen Wirtschaft, Wohltätigkeit und Politik engagiert. Seit Luigis Festnahme äußerten sich seine Angehörigen lediglich ein einziges Mal öffentlich. In einem damals über Facebook verbreiteten gemeinsamen Statement erklärten sie, "schockiert und am Boden zerstört" über die Verhaftung zu sein. Gleichzeitig richteten sie ihre Gebete an Brians Hinterbliebene und baten darum, für alle Beteiligten zu beten. Us Weekly wollte von den Anwälten des Angeklagten wissen, weshalb die Familie am 14. August schließlich doch nicht vor Gericht erschien. Eine Begründung dafür wurde dem Bericht zufolge bislang nicht genannt.

Im Bundesverfahren bekannte sich Luigi in zwei Anklagepunkten wegen bundesstaatenübergreifender Nachstellung mit Todesfolge schuldig. Die Tat hatte sich im Dezember 2024 vor einem Hotel in Midtown Manhattan ereignet, als Brian auf dem Weg zur jährlichen Investorenkonferenz von UnitedHealthcare war. Vor Gericht schilderte der 28-Jährige, über Jahre unter starken Schmerzen infolge eines gebrochenen Rückens gelitten zu haben. Seine Erfahrungen mit dem US-Krankenversicherungssystem hätten ihn schließlich dazu gebracht, nach New York zu reisen, um den Manager mit einer 3D-gedruckten Waffe zu erschießen. Für jeden der beiden Anklagepunkte droht ihm eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung. Das Strafmaß soll am 18. Dezember 2026 verkündet werden. Bereits Monate vor der Tat hatte Luigi den Kontakt zu seinen Eltern, seinen Schwestern und seinen Freunden abgebrochen. Im November 2024 meldete seine Mutter ihn schließlich als vermisst, nachdem sie seit Juli nichts mehr von ihm gehört hatte.

Luigi Mangione vor dem New Yorker Strafgericht, 23.12.2024
Getty Images
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Luigi Mangione trifft in Handschellen zum Gerichtstermin in New York ein
Getty Images
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Luigi Mangione bei einem Vorverfahren im Manhattan Criminal Court am 11. August 2026 in New York City
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Luigi Mangione bei einem Vorverfahren im Manhattan Criminal Court am 11. August 2026 in New York City
Luigi Mangiones Angehörige blieben dem Gericht fern: Könnt ihr ihre Entscheidung nachvollziehen?