Geständiger Luigi Mangione nennt Motiv für tödlichen Angriff

Geständiger Luigi Mangione nennt Motiv für tödlichen Angriff

- Fabienne Stepczynski
Lesezeit: 3 min
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Luigi Mangione hat sich im Bundesverfahren schuldig bekannt. Vor Richterin Margaret Garnett räumte er im Gerichtsgebäude am 40 Foley Square in New York die beiden Anklagepunkte wegen bundesstaatenübergreifender Nachstellung mit Todesfolge ein. Sie stehen im Zusammenhang mit dem tödlichen Angriff auf den UnitedHealthcare-Chef Brian Thompson im Dezember 2024. Vor Gericht schilderte Mangione, er habe jahrelang unter starken Schmerzen infolge eines gebrochenen Rückens gelitten und sich durch die Hürden des US-Krankenversicherungssystems kämpfen müssen. In dieser Zeit habe er von der Investorenkonferenz des Konzerns am 4. Dezember 2024 in New York erfahren. Er sei mit der Absicht in die Stadt gereist, Brian Thompson mit einer 3D-gedruckten Waffe zu erschießen. "Am Morgen des 4. Dezember 2024 erschoss ich Herrn Thompson in Manhattan, und er starb", zitierte ihn der Courthouse News-Reporter Erik Uebelacker. Für jeden der beiden Anklagepunkte droht Mangione lebenslange Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung. Das Strafmaß soll am 18. Dezember 2026 verkündet werden.

Wie The New York Times berichtete, hatten Mangiones Anwälte dem Gericht zuvor mitgeteilt, dass ihr Mandant zu einem Schuldbekenntnis bereit sei. Auf die direkte Nachfrage der Richterin antwortete er schlicht mit "Ja". Nach seiner Vereidigung versicherte er zudem, bei klarem Verstand zu sein. Einen Deal mit der Staatsanwaltschaft habe es vor dem Schuldbekenntnis nach Angaben seiner Verteidiger nicht gegeben. Brian Thompson war auf dem Weg zur jährlichen Investorenkonferenz der UnitedHealth Group vor einem Hotel in Manhattan erschossen worden. Fünf Tage später klickten für Mangione in einem McDonald's im pennsylvanischen Altoona die Handschellen. Damit ist der Fall allerdings noch nicht abgeschlossen: Im weiterhin laufenden Verfahren des Bundesstaats New York werden ihm unter anderem Mord zweiten Grades, mehrere Fälle illegalen Waffenbesitzes und der Besitz eines gefälschten Dokuments zur Last gelegt. Dieser Prozess soll am 8. September 2026 beginnen.

Seine eigene Leidensgeschichte führte Mangione vor Gericht als Beweggrund an. "Nachdem ich jahrelang starke Schmerzen wegen eines gebrochenen Rückens ertragen und mich durch die Hindernisse des Krankenversicherungssystems gekämpft hatte, [...] erfuhr ich, dass UHC am 4. Dezember 2024 eine jährliche Investorenkonferenz in New York City abhalten würde", gab Uebelacker seine Worte wieder. Auch die Staatsanwaltschaft von Manhattan meldete sich nach dem Schuldbekenntnis zu Wort: "Wir sind ermutigt, dass Herrn Thompsons Familie heute ein gewisses Maß an Gerechtigkeit widerfahren ist." Die Behörde kündigte an, weiterhin Gerechtigkeit für Brian und seine Angehörigen anzustreben. Im Staatsverfahren will die Verteidigung geltend machen, dass sich Mangione zur Tatzeit in einem Zustand "extremer emotionaler Erregung" befunden habe. Sollte sie damit durchdringen, könnte der Mordvorwurf zu Totschlag ersten Grades herabgestuft werden. Darauf stehen höchstens 25 Jahre Haft.

Luigi Mangione bei einem Vorverfahren im Manhattan Criminal Court am 11. August 2026 in New York City
Getty Images
Luigi Mangione bei einem Vorverfahren im Manhattan Criminal Court am 11. August 2026 in New York City
Luigi Mangione trifft in Handschellen zum Gerichtstermin in New York ein
Getty Images
Luigi Mangione trifft in Handschellen zum Gerichtstermin in New York ein
Luigi Mangione im Dezember 2024 im Metropolitan Detention Center
Getty Images
Luigi Mangione im Dezember 2024 im Metropolitan Detention Center
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