Prozess gegen Luigi Mangione nach Mordgeständnis verschoben

Prozess gegen Luigi Mangione nach Mordgeständnis verschoben

- Mia Lada-Klein
Lesezeit: 2 min
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Der Mordprozess gegen Luigi Mangione (28) vor einem Gericht im Bundesstaat New York wird nicht wie geplant beginnen. Eigentlich hätte das Verfahren am 8. September 2026 starten sollen, doch am Montag erging eine Anordnung, die den Termin aufhebt. Vorausgegangen war ein Paukenschlag am Freitag: In einem separaten Bundesverfahren räumte Luigi ein, den Versicherungsmanager Brian Thompson im Dezember 2024 in Manhattan erschossen zu haben. Auf Bundesebene bekannte er sich der Nachstellung mit Todesfolge schuldig. Die Mordanklage des Bundesstaats bestreitet er hingegen weiterhin. Seine Verteidiger stellten TMZ zufolge bei Richter Gregory Carro nun einen Antrag, diese Anklage komplett fallen zu lassen. Ihr Argument: Für ein und dieselbe Tat dürfe ihr Mandant nicht zweimal strafrechtlich belangt werden. Die Staatsanwaltschaft hat bis zum 9. Oktober 2026 Zeit, auf den Antrag zu reagieren. Wann der eigentliche Prozess nun starten soll, ist bislang offen.

Die Anwälte stützen sich dabei auf das Verbot der doppelten Strafverfolgung, das sowohl in der US-Verfassung als auch im Recht des Bundesstaats New York verankert ist. Zusätzlich werfen sie den Behörden vor, auf Bundes- und Bundesstaatsebene abgestimmt vorzugehen, um Luigi zweimal für den Tod von Brian Thompson zu bestrafen. Der Juraprofessor Bennett Gershman von der Pace University schätzt die Erfolgsaussichten gegenüber Reuters allerdings gering ein. Dass Richter Carro das Verfahren des Bundesstaats aufgrund dieses Einwands einstellt, sei unwahrscheinlich. Die nächste Anhörung in der Mordsache ist für den 10. Dezember 2026 angesetzt. Sollte es doch zum Prozess kommen, könnte das Geständnis aus dem Bundesverfahren für Luigi zum Problem werden. Bei einer Verurteilung auf Bundesstaatsebene drohen ihm 25 Jahre bis lebenslange Haft. Das Strafmaß im Bundesverfahren wird am 18. Dezember 2026 verkündet. Eine Verständigung über die Strafe gibt es nicht, die Bundesstaatsanwaltschaft will eine lebenslange Haftstrafe fordern.

Im Zuge seines Schuldeingeständnisses schilderte Luigi vor Gericht auch seine persönliche Vorgeschichte. Demnach hatte er sich den Rücken gebrochen und litt jahrelang unter starken Schmerzen. In dieser Zeit machte er nach eigenen Angaben Erfahrungen mit den Schwierigkeiten des US-amerikanischen Krankenversicherungssystems. Später erfuhr er den Angaben zufolge von einer Investorenkonferenz des Versicherungsunternehmens UnitedHealthcare, das Brian Thompson führte. Die Veranstaltung sollte am 4. Dezember 2024 in New York stattfinden. Daraufhin sei er mit einem klaren Vorsatz nach Manhattan gereist: Er habe Brian Thompson mit einer 3D-gedruckten Waffe erschießen wollen. Der Manager wurde am Morgen des 4. Dezember 2024 getötet. Luigis Ausführungen zu seinem Gesundheitszustand und zur Planung der Tat waren Teil seines Geständnisses im Bundesverfahren.

Luigi Mangione trifft in Handschellen zum Gerichtstermin in New York ein
Getty Images
Luigi Mangione trifft in Handschellen zum Gerichtstermin in New York ein
Luigi Mangione bei einem Vorverfahren im Manhattan Criminal Court am 11. August 2026 in New York City
Getty Images
Luigi Mangione bei einem Vorverfahren im Manhattan Criminal Court am 11. August 2026 in New York City
Luigi Mangione wird von der Polizei zum Gericht geführt, September 2025
Getty Images
Luigi Mangione wird von der Polizei zum Gericht geführt, September 2025
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