Mariska Hargitay rührt mit ihrem Emmy-Doppelsieg zu Tränen

Mariska Hargitay rührt mit ihrem Emmy-Doppelsieg zu Tränen

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Mariska Hargitay (62) hat bei den Creative Arts Emmys am Samstagabend in Los Angeles gleich doppelt abgeräumt. Ihr Regiedebüt "My Mom Jayne: A Film By Mariska Hargitay" wurde sowohl in der Kategorie für die beste Regie bei einem Dokumentar- oder Nonfiction-Programm als auch als bestes Dokumentar- oder Nonfiction-Special ausgezeichnet. Der Doppelsieg hat für Mariska eine besonders persönliche Bedeutung: In dem Film beschäftigt sie sich mit dem Leben und der Karriere ihrer früh verstorbenen Mutter Jayne Mansfield. Außerdem geht sie darin der Frage nach ihrem biologischen Vater nach. Die Ehrungen kommen für Mariska zu einem denkbar passenden Zeitpunkt. Schon bald wartet eine weitere Premiere auf sie: Am 14. September wird Mariska erstmals die im Fernsehen übertragenen Primetime Emmy Awards moderieren. Die Preisverleihung findet ebenfalls in Los Angeles statt, und zwar im Peacock Theater.

Bei der Annahme des Preises für das beste Dokumentar- oder Nonfiction-Special erinnerte Mariska an ihre kurz zuvor verstorbene Freundin und Wegbegleiterin Gloria Steinem. "Meine Heldin und Freundin Gloria Steinem sagte kürzlich: 'Bitte erzählt eure eigene Geschichte.' Das Wichtigste, was wir füreinander tun können, ist, einander durch Geschichten kennenzulernen. Ich habe meine Mutter kennengelernt, indem ich ihre Geschichte erzählt habe. Das ist ein unbeschreibliches Geschenk", erklärte sie laut Deadline. Auch der Regiepreis ließ die Filmemacherin nicht kalt: Die Entscheidung, den Film während der Pandemie anzugehen, habe Zeit gebraucht. Schließlich habe sie erkannt: "Dies war meine Geschichte, die ich erzählen konnte. Ich konnte Regie führen." Backstage erklärte sie gegenüber The Hollywood Reporter, wie sich die neuen Trophäen von ihrem Schauspiel-Emmy unterscheiden: "Es fühlt sich außergewöhnlich neu an." Die Anerkennung in einem völlig anderen Gebiet übertreffe ihre "kühnsten Träume". Mit ihrem Broadwaydebüt, der Filmarbeit und ihrer bevorstehenden Moderation sei dieses Jahr von Premieren und bewussten Entscheidungen gegen die Angst geprägt.

Mit nun drei Emmys geht Mariska als frisch gekürte Gewinnerin in ihre Moderation. Bekannt wurde sie durch eine ganz andere Bühne: Seit 1999 verkörpert sie in "Law & Order: Special Victims Unit" die Ermittlerin Olivia Benson, inzwischen steht sie vor ihrer 28. Staffel als Star der Serie. Bei einem Shine-Away-Event erklärte sie 2025, dass sie sich über die Jahre gemeinsam mit Olivia weiterentwickelt habe. Dadurch habe sie auch persönlich an Stärke und Ehrgeiz gewonnen. Mit "My Mom Jayne" richtet die etablierte Seriendarstellerin den Blick nun nicht auf eine fiktive Figur, sondern auf ihre eigene Familiengeschichte. Durch das Erzählen von Jaynes Leben habe sie ihre Mutter, die starb, als Mariska noch ein Kind war, auf neue Weise kennenlernen können. Der Schritt hinter die Kamera und die beiden Auszeichnungen machen diesen persönlichen Film zu einem besonderen Wendepunkt. Über ihre aktuelle Aufbruchsstimmung sagte sie backstage gegenüber The Hollywood Reporter: "Ich kann einfach nicht glauben, dass an diesem Punkt in meinem Leben mein dritter Akt beginnt – und er ist ziemlich großartig."

Mariska Hargitay bei den 78. Emmy Awards im Peacock Theatre, Los Angeles, am 5. September 2026
Imago
Mariska Hargitay bei den 78. Emmy Awards im Peacock Theatre, Los Angeles, am 5. September 2026
Mariska Hargitay präsentiert ihr Regiedebüt "My Mom Jayne" im Museum of Tolerance in Beverly Hills
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Mariska Hargitay präsentiert ihr Regiedebüt "My Mom Jayne" im Museum of Tolerance in Beverly Hills
Mariska Hargitay bei der Premiere von "My Mom Jayne" in New York
Getty Images
Mariska Hargitay bei der Premiere von "My Mom Jayne" in New York
Mariska Hargitay erzählt mit "My Mom Jayne" die Geschichte ihrer Mutter – wie findet ihr diesen sehr persönlichen Schritt hinter die Kamera?