Karriereflop: Lizzo fühlte sich plötzlich von allen gehasst
In einem neuen Interview gibt Sängerin Lizzo (38) einen sehr persönlichen Einblick in die wohl dunkelste Phase ihres Lebens. Gegenüber Dax Shepard erzählt die Musikerin im Podcast "Armchair Expert", wie sehr sie öffentliche Kritik belastet. Besonders nachdem ihr letztes Album in der Öffentlichkeit gar nicht gut angekommen war, hatte sie zu kämpfen. Kleinere Shitstorms habe sie zuvor bereits erlebt, doch dieses Mal habe sich der Hass für sie ernst und erdrückend angefühlt. Da Musik über Jahre hinweg ihr komplettes Leben bestimmt hatte, entstand bei ihr der Eindruck, niemand wolle mehr neue Songs von ihr hören. Der Druck in ihr wurde so groß, dass sie darüber nachdachte, einfach "aufzuhören zu existieren". Wie sie schildert: "Es war wirklich schwer. Es ist wirklich schwer. Und ich glaube, man muss an einen sehr, sehr, sehr, sehr tiefen Punkt gelangen, um irgendwie wieder nach oben treiben zu können."
Ihr sei sehr lange nicht bewusst gewesen, wie sehr Ruhm und öffentliche Anerkennung ihr Leben steuern und beeinflussen. Sie habe nicht anerkennen wollen, wie sehr sie unter Beobachtung stehe, und habe sich immer noch für das einfache Mädchen aus ihrer Heimatstadt gehalten. Der abrupte Stimmungsumschwung traf sie deshalb völlig unvorbereitet, schließlich sei sie der Öffentlichkeit stets aufrichtig und mit offenem Herzen begegnet. "Als alle anfingen, mich zu hassen, habe ich es irgendwie nicht verstanden", gab die Musikerin im Gespräch zu. Dadurch musste Lizzo ihr Selbstwertgefühl von Grund auf neu aufbauen und lernen, sich nicht über ihren Beruf zu identifizieren. Sie habe sich als Mensch komplett neu kennenlernen müssen, statt ihren Selbstwert nur aus ihrer Arbeit zu ziehen – eine Erkenntnis, die sie als "extrem befreiend" beschrieb.
Hintergrund der Kritik waren unter anderem Klagen ehemaliger Mitarbeiterinnen, in denen von Belästigung, Diskriminierung und einem feindseligen Arbeitsumfeld die Rede war. Lizzo wies sämtliche Vorwürfe zurück. Einige Teile der Klage wurden bereits vom Gericht abgewiesen. Weitere Ansprüche sind laut Us Weekly noch gerichtlich anhängig. Ihr am 5. Juni 2026 erschienenes Album "Bitch" verkaufte sich in der ersten Woche laut Rolling Stone nur rund 2.600 Mal und verpasste damit den Einstieg in die Billboard 200. Mit all diesen Dingen auf einmal umzugehen, war schwierig und anstrengend für Lizzo. Es schien alles auf einmal einzubrechen. Von dem Rückschlag ließ sich die Sängerin allerdings nicht komplett stoppen: Sie kehrte anschließend wieder ins Studio zurück und stellte klar, dass die Ära rund um "Bitch" für sie noch längst nicht vorbei sei.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

























