

Nach Ighos Penis-Filler-Tod: Polizei ermittelt gegen Klinik
Der Tod von Igho "Tiny" Ubiribo hat nun auch in Thailand Ermittlungen ausgelöst. Nachdem der Influencer im März infolge einer Penisvergrößerung mit Hyaluronsäure gestorben war, nehmen die Behörden die behandelnde Klinik in Bangkok genauer unter die Lupe. Das thailändische Gesundheitsministerium ordnete eine Untersuchung an. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichtet, ermittelt inzwischen auch die Polizei in Bangkok in dem Fall. Beamte des zuständigen Department of Health Service Support suchten die bislang nicht öffentlich benannte Klinik bereits auf, um Unterlagen und weitere Informationen zu sichern. Unter anderem soll geklärt werden, ob die Einrichtung über eine gültige Lizenz verfügt und bei Ighos Behandlung die vorgeschriebenen Gesundheits- und Sicherheitsstandards eingehalten wurden. Auch die thailändische Arzneimittelbehörde FDA wurde in die Untersuchung eingeschaltet.
Der Fall soll zudem dem Medical Council vorgelegt werden. Dieser soll beurteilen, ob bei der Behandlung die geltenden beruflichen und medizinischen Standards eingehalten wurden. Thailands Gesundheitsminister Pattana Promphat betonte laut AFP, bei medizinischen Eingriffen müsse größtmögliche Vorsicht gelten. Die Untersuchung solle Klarheit schaffen und zugleich gewährleisten, dass Patienten in Thailand eine sichere Behandlung nach hohen Standards erhalten. Die Klinik hat den Behörden inzwischen ihre Version der Ereignisse geschildert. Demnach war Igho seit 2024 regelmäßig dort in Behandlung und hatte bereits fünf Penisvergrößerungen mit Fillern durchführen lassen.
Bei seinem letzten Termin am 5. März soll ihm der Arzt empfohlen haben, die Behandlung auf zwei Sitzungen aufzuteilen. Igho habe jedoch gewünscht, die gesamten 40 Milliliter Filler auf einmal injiziert zu bekommen. Ob bei dem Eingriff dennoch medizinische oder rechtliche Vorgaben verletzt wurden, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Wenige Stunden nach der Behandlung klagte Igho über Brustschmerzen und brach zusammen. Trotz mehr als 100 Minuten langer Wiederbelebungsversuche starb er am 6. März in einem Krankenhaus in Bangkok. Eine spätere Obduktion und toxikologische Untersuchung ergaben, dass die Hyaluronsäure-Injektion eine tödliche Lungenembolie ausgelöst hatte.

























