"Am A*sch lecken": Stefan Mross eskaliert bei Abschiedsfeier
Was eigentlich als festliches Abschiedsdinner für eine langjährige Fernsehtradition gedacht war, verwandelte sich am Sonntag dank Stefan Mross (50) im Handumdrehen in ein rhetorisches Massaker. Am 6. September flimmerte nach mehr als drei Jahrzehnten die letzte Live-Ausgabe von Immer wieder sonntags über die Bildschirme, bei der der 50-Jährige gemeinsam mit Gästen wie Vanessa Mai (34), Andy Borg (65), Semino Rossi (64) und Peggy March den sentimentalen Kehraus zelebrierte. Doch kaum waren die Kameras aus und das Buffet der Produktionsfirma eröffnet, kippte die Stimmung schlagartig, wie Bild berichtet. Stefan hatte schlicht keine Lust mehr auf die von Eigenlob gespickten Reden des Senders. Vor den versammelten SWR-Oberen setzte er daher selbst zur großen Wutrede an und knallte schließlich den Rundfunkchefs ungeniert entgegen: "Ich wollte heute eigentlich gar nicht auf diesen Empfang kommen. Aber ich bin es meinem Team schuldig, das seit fast 22 Jahren hier Hand in Hand mit mir gearbeitet hat. Da kann uns der Rest am A*sch lecken!"
Im Fadenkreuz stand vor allem SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler, der Stefan bereits im März die Hiobsbotschaft der Einstellung übermittelt hatte. Vor versammelter Mannschaft knöpfte sich der gekränkte Starmoderator den Medienmanager vor und unterstellte ihm unverblümt eine private Fehde: "Clemens, ich glaube, du hattest mal eine sehr unerfolgreiche Fernsehshow. Für mich kam es so rüber, als wäre das mit mir eine kleine Rache-Aktion von dir." Mit spürbarem Verdruss schilderte er, wie er sich vom SWR in die Öffentlichkeit gezerrt und als Bauernopfer inszeniert fühlte, während das gesamte Format eingestampft wurde: "Das soll kein Vorführen sein hier, Clemens. Ich wurde auch vorgeführt! Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen. Und jetzt singt ihr hier eine Stunde lang Lobeshymnen, wie toll diese Sendung ist." Die Heuchelei der Führungsriege kanzelte der Moderator kurzum als zynische "Bestattungsrede" ab, knallte die Tür hinter sich zu und überließ die konsternierte Festgesellschaft ihrem Schicksal.
Der SWR mühte sich anschließend spürbar, den Scherbenhaufen möglichst elegant aufzukehren. Ein Sprecher flötete etwa laut Bild: "Wir haben immer wieder betont, wie schwer uns die Entscheidung, 'Immer wieder sonntags' zu beenden, gefallen ist. Bei aller verständlichen Emotionalität war und ist uns ein respektvolles Miteinander wichtig." Dass hinter den Kulissen die Erde längst verbrannt ist, bewies Stefan schon im Vorfeld: Er weigerte sich standhaft, vorformulierte PR-Erklärungen zu unterschreiben, die eine einvernehmliche Trennung heucheln sollten. Der SWR schob zwar betriebswirtschaftliche Ausreden wie Sparzwänge, verjüngte Zielgruppen und den Ausbau digitaler Strukturen vor, doch der Ex-Gastgeber denkt gar nicht an den Ruhestand. Noch auf der Zielgeraden der Finalshow kündigte er trotzig an, das traditionsreiche Format notfalls einfach bei der Konkurrenz unterzubringen.


























