Dänemark setzt Flaggen für König Harald V. auf halbmast
Während in Oslo die Trauerfeier für König Harald V. (†89) stattfand, wurde nun auch in Kopenhagen an den verstorbenen Monarchen erinnert. Am Mittwoch standen an mehreren wichtigen Gebäuden der dänischen Hauptstadt die Flaggen auf halbmast. Wie das dänische Justizministerium laut VG in einer Pressemitteilung bekannt gab, begann die Beflaggung bereits am Morgen. Betroffen waren unter anderem das Kopenhagener Rathaus und Schloss Christiansborg, in dem eine Reihe dänischer Regierungsstellen untergebracht sind. Haralds Tod hinterließ damit auch jenseits der norwegischen Grenze sichtbare Spuren der Trauer. Der König war am 28. August im Alter von 89 Jahren gestorben.
Dass ausgerechnet Dänemark auf diese Weise Anteil nimmt, hat eine lange Geschichte. Die norwegische und die dänische Königsfamilie sind nicht nur enge Nachbarn, sondern seit Generationen auch familiär miteinander verbunden. Die enge Beziehung zwischen den beiden Königshäusern zeigt sich bis heute bei zahlreichen gemeinsamen royalen Anlässen. Mit der Trauerbeflaggung erwies Dänemark dem verstorbenen Monarchen nun auch auf staatlicher Ebene die letzte Ehre.
Während in Kopenhagen die Flaggen sanken, nahm Haralds Familie in Oslo ganz persönlich Abschied. Besonders bewegend war die Ankunft von Königin Mette-Marit (53) am Osloer Dom: Sichtlich aufgewühlt wischte sie sich auf dem Weg in die Kirche die Tränen aus dem Gesicht. Zuvor hatte sie gemeinsam mit Königin Sonja (89) die Trauerprozession vom königlichen Schloss aus in einer Limousine begleitet. König Haakon VIII. (53), Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22), Prinz Sverre Magnus (20) und Prinzessin Märtha Louise (54) gingen dagegen zu Fuß hinter dem Sarg des Verstorbenen durch die norwegische Hauptstadt. Harald prägte Norwegen mehr als drei Jahrzehnte lang als König und hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über seine Amtszeit hinausreicht.
























