SWR kontert Stefan Mross' Wutrede nach der letzten Ausgabe
SWR kontert Stefan Mross' Wutrede nach der letzten AusgabeImagoZur Bildergalerie

SWR kontert Stefan Mross' Wutrede nach der letzten Ausgabe

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Nach Stefan Mross' (50) scharfer Abschiedsrede reagiert nun SWR-Programmchef Clemens Bratzler auf die Kritik des Moderators. Vier Tage nach der letzten Live-Ausgabe von Immer wieder sonntags zeigte er im Gespräch mit Radio BWSchlager1, über das t-online berichtete, Verständnis für Stefans Enttäuschung. Der Musiker hatte sich bei einem Sektempfang im Anschluss an die Sendung vor den anwesenden SWR-Verantwortlichen darüber beklagt, nach der Nachricht über das Aus des ARD-Formats vorgeführt worden zu sein. Clemens könne die Enttäuschung des Moderators durchaus nachvollziehen. Wie hart das Ende für Stefan persönlich ist, verschweigt der Direktor dabei nicht: "Das hat eine Brutalität für jemanden, der so für dieses Format gelebt hat", erklärte der Programmchef. An der Absetzung hält der Sender dennoch fest. Damit endet für Stefan eine prägende TV-Ära: Der Musiker hatte die Sonntagsshow fast 22 Jahre lang präsentiert und war mit dem Format eng verbunden.

Insgesamt 31 Jahre lang lief "Immer wieder sonntags" – damit ist nun Schluss. Laut Clemens waren mehrere Verantwortliche von ARD und SWR an dieser Entscheidung beteiligt. Ausschlaggebend war der Spardruck beim Sender und in der gesamten ARD. Gegenüber Radio BWSchlager1 verteidigte der Programmdirektor den Schritt: "Die Gesellschaft sagt zu Recht: Immer höhere Beiträge, das geht nicht, und dann muss man auch schwere Entscheidungen treffen." Seit seinem Amtsantritt habe ihn keine andere Entscheidung so sehr gefordert wie das Aus der Unterhaltungssendung. Trotz des Konflikts fand er auch versöhnliche Worte für Stefan: "Ich wünsche ihm wirklich alles, alles Gute und bin auch sicher, dass er weiter einen Weg finden wird, auch wenn diese Bühne jetzt erst mal für ihn nicht mehr zur Verfügung steht", betonte er. Zudem hoffe der SWR-Programmchef, dass der Moderator ihm die Absetzung nicht persönlich übelnehme.

Bei der Abschiedsfeier nach der finalen Ausgabe war die Stimmung gekippt. Stefan wollte den selbstlobenden Reden der Senderverantwortlichen nicht länger zuhören und machte seinem Ärger vor den SWR-Oberen Luft. Dabei stellte sich der 50-Jährige demonstrativ hinter das Team, das ihn fast 22 Jahre lang bei "Immer wieder sonntags" begleitet hatte. Zuvor hatte er die letzte Live-Sendung noch gemeinsam mit prominenten Gästen bestritten – unter anderem waren Vanessa Mai (34), Andy Borg (65), Semino Rossi (64) und Peggy March dabei. Mit ihnen feierte er das Format noch einmal auf der ARD-Bühne, bevor es hinter den Kulissen zum Eklat kam. Ganz ohne Fernsehbühne muss der Schlagerstar allerdings nicht bleiben: Nach dem Ende seiner langjährigen ARD-Show steht für ihn schon ein Comeback bei RTL an. Welches neue Kapitel er dort aufschlägt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Stefan Mross bei "Immer wieder sonntags" im Europapark Rust, 06.09.2026
Imago
Stefan Mross bei "Immer wieder sonntags" im Europapark Rust, 06.09.2026
Clemens Bratzler beim Medienpolitischen Kongress der Landesregierung Baden-Württemberg in Stuttgart, 7. November 2019
Imago
Clemens Bratzler beim Medienpolitischen Kongress der Landesregierung Baden-Württemberg in Stuttgart, 7. November 2019
Stefan Mross und Vanessa Mai bei "Immer wieder sonntags" im Wasserpark Rulantica, Rust, ARD-Show am 06.09.2026
Imago
Stefan Mross und Vanessa Mai bei "Immer wieder sonntags" im Wasserpark Rulantica, Rust, ARD-Show am 06.09.2026
Wie findet ihr die Erklärung des SWR für das Show-Aus?