Prinzessin Dianas berühmtes "Rache"-Kleid wird versteigert
Prinzessin Dianas (†36) berühmtes "Rache"-Kleid kommt erneut unter den Hammer. Das schwarze, schulterfreie Cocktailkleid trug sie am 29. Juni 1994 bei einer Veranstaltung der Vanity Fair in London – ausgerechnet an dem Abend, an dem ein Fernsehinterview mit ihrem damaligen Ehemann Charles (77) ausgestrahlt wurde, in dem er erstmals öffentlich seine Untreue einräumte. Dianas selbstbewusster Auftritt wurde später als modische Antwort auf die Demütigung interpretiert und machte das Kleid als "Revenge Dress" weltberühmt. Nun wird das ikonische Stück am 9. Dezember 2026 bei Sotheby's in New York erneut versteigert. Das Auktionshaus gab den Verkauf am 10. September bekannt. Bereits 1997 hatte Diana das Kleid gemeinsam mit 78 weiteren Roben bei einer Christie's-Auktion für wohltätige Zwecke verkauft. Der Erlös kam damals Organisationen im Kampf gegen Krebs und AIDS zugute.
Der damalige Käufer bringt das Kleid nun wieder auf den Markt. Zum Los gehört auch der originale Auktionskatalog von 1997, der sowohl von Diana als auch von Designerin Christina Stambolian signiert wurde. Nach Angaben von Sotheby's befindet sich das mehr als 30 Jahre alte Kleid noch in ausgezeichnetem Zustand. Lediglich am äußeren Oberteil seien leichte Fadenzieher zu erkennen, das Innenfutter sei dagegen hervorragend erhalten. Der Schätzwert liegt bei 150.000 bis 300.000 US-Dollar, also rund 130.000 bis 260.000 Euro. Der tatsächliche Verkaufspreis könnte jedoch deutlich höher ausfallen. Andere Stücke aus Dianas Garderobe erzielten in den vergangenen Jahren ein Vielfaches ihrer ursprünglichen Schätzungen. Ihr berühmter Schafpullover wurde 2023 beispielsweise für 1,14 Millionen US-Dollar versteigert. Vor der Auktion soll das "Revenge Dress" noch einmal öffentlich gezeigt werden. Geplant sind Stationen in London, Hongkong, Genf und schließlich New York. Ein Teil des Erlöses soll im Namen des Royal Edinburgh Hospital an die NHS Lothian Charity gespendet werden.
Diana hatte das Kleid ursprünglich bereits 1991 bei Christina Stambolian in Auftrag gegeben. Die Designerin erinnerte sich später daran, dass die Prinzessin sie um etwas "ganz Besonderes" gebeten habe. Trotzdem blieb das schwarze Seidenkleid mit asymmetrischem Saum und kleiner Schleppe zunächst drei Jahre lang ungetragen im Schrank, weil Diana es für ihre damalige Rolle als Mitglied der Königsfamilie zu gewagt fand. Als sie es schließlich 1994 auswählte, kombinierte sie den Look mit einem auffälligen Perlenhalsband samt großem Saphir, den Collingwood-Perlenohrringen, einem Diamantarmband, einer Clutch von Salvatore Ferragamo und Schuhen von Manolo Blahnik. Auch ihre rote Maniküre sorgte damals für Aufmerksamkeit. Der Auftritt gilt bis heute als einer der bekanntesten Modemomente der Geschichte des Königshauses.



























