Warum Hella von Sinnen heute große Demut empfindet
Im Februar 2024 stürzte Hella von Sinnen (67) bei einem Auftritt von der Bühne und verletzte sich dabei schwer. Rund zweieinhalb Jahre später spricht die Comedian in einem Interview mit dem Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau über die bis heute zurückgebliebenen körperlichen Folgen des Unfalls. Nach dem Sturz musste sie monatelang im Krankenhaus behandelt werden. Ihr linkes Fußgelenk ist inzwischen versteift, das rechte Bein kürzer als das linke – deshalb ist sie auf orthopädische Schuhe angewiesen. Mit ihrem Schicksal hadert die Kölnerin aber nicht. Was bei ihr überwiegt, ist schlicht Dankbarkeit dafür, dass sie überhaupt wieder gehen kann. "Ich empfinde große Demut, dass ich wieder auf zwei Beinen stehe", erklärt die Comedian. Dass sie heute wieder laufen kann, ist für sie alles andere als selbstverständlich. Die bleibenden Einschränkungen gehören zwar weiterhin zu ihrem Alltag, doch ihre Erleichterung über die Fortschritte überwiegt.
Ihren Humor hat die Kabarettistin dabei nicht verloren. Über die medizinischen Schuhe, die sie täglich tragen muss, sagt sie im Interview selbstironisch: "Das fühlt sich nicht besonders sexy an, das können Sie mir glauben!" Während ihrer langen Zeit in der Klinik machte Hella Erfahrungen, die ihren Blick auf die eigene Situation verändert haben. Sie lernte Patienten kennen, die mit noch schwereren gesundheitlichen Schicksalen zu kämpfen hatten. Ein Stockwerk unter ihrer Station wurden Menschen nach einem Schlaganfall behandelt. Zudem war das Krankenhaus auf die Versorgung von Brandopfern spezialisiert. Diese Begegnungen veränderten Hellas Blick auf ihre eigenen Verletzungen und die langwierige Genesung. "Wenn du dir die Knochen brichst, ist das lästig und du kommst lange nicht auf die Beine", erklärt sie. Doch trotz aller Schmerzen und Einschränkungen sagt Hella heute: "Ich habe festgestellt: Es gibt wesentlich Schlimmeres."
Bei dem Unfall hatte sich die Moderatorin beide Beine gebrochen und war zunächst auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie arbeitete Schritt für Schritt daran, ihre Beweglichkeit zurückzugewinnen. Eine Reha und fortlaufende Physiotherapie halfen ihr dabei, ohne Rollstuhl vor die Kamera zurückzukehren. Die orthopädischen Schuhe erfüllen seither eine wichtige Funktion in ihrem Alltag: Sie gleichen die unterschiedliche Beinlänge aus, die durch die massive Fraktur am rechten Bein entstanden ist. So kann Hella trotz der bleibenden Schäden wieder sicher gehen und stehen – ein Umstand, den sie selbst als großes Glück beschreibt.






















