Schockbrief stützt Mackenzie Phillips' Missbrauchsvorwürfe

Schockbrief stützt Mackenzie Phillips' Missbrauchsvorwürfe

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min
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Mackenzie Phillips (66) hat einen Brief erhalten, der ihre schweren Vorwürfe gegen ihren verstorbenen Vater John Phillips stützen soll. Wie Mackenzie in Valerie Bertinellis Podcast "Get Naked" berichtet, erreichte sie das Schreiben während ihrer Arbeit im Breathe Life Healing Center. Der Brief stamme von einer langjährigen Freundin der Familie, die sie für besonders glaubwürdig halte. Die Frau habe erklärt, dass ihr Ehemann etwas Schreckliches beobachtet habe, als Mackenzie neun Jahre alt gewesen sei. Was damals angeblich geschah, führte die Sängerin im Gespräch nicht weiter aus. Die Zeilen hätten sie jedoch zutiefst erschüttert. "Ich bekam diesen Brief, saß da und las ihn, und der Inhalt war schockierend, wirklich schockierend", erinnerte sich Mackenzie. Beim Lesen sei sie wie betäubt gewesen und habe zunächst überhaupt nichts fühlen können. Gleichzeitig habe sie den Brief als Bestätigung für das empfunden, was sie nach eigener Aussage längst gewusst habe.

In dem Brief entschuldigte sich die Familienfreundin laut Mackenzie dafür, sie nach ihrem Auftritt bei "Oprah" nicht unterstützt zu haben. "Es tut mir so leid, dass ich mich nicht gemeldet habe, um dich zu unterstützen, als du bei 'Oprah' warst. Ich hatte Angst. Ich wusste nicht, was ich tun sollte", habe die Frau geschrieben. Mackenzie zeigte den Brief daraufhin der Leiterin des Breathe Life Healing Centers. Diese habe unter Tränen mit den Worten "Oh mein Gott, Mac" reagiert und sie ermutigt, ihre Erlebnisse noch gründlicher aufzuarbeiten. "Du wusstest es die ganze Zeit, aber jetzt hast du den Beweis dafür, dass du schon in sehr jungen Jahren manipuliert wurdest", sagte sie Mackenzie zufolge und ergänzte: "Mac, Schatz, es ist an der Zeit. Es ist an der Zeit, dass du noch tiefer gräbst." Von ihrem Bruder Jeffrey fühlte sich Mackenzie dagegen im Stich gelassen, weil er nichts von dem Schreiben habe wissen wollen. "Niemand will es wissen", schilderte sie und fügte hinzu: "Ich bin allein damit, dass mir niemand glaubt."

Bereits 2009 hatte Mackenzie in ihrer Autobiografie "High on Arrival" schwere Vorwürfe gegen John erhoben. Ihr Vater habe sie mit 19 Jahren vergewaltigt. Danach habe sich nach ihrer damaligen Darstellung eine etwa zehnjährige sexuelle Beziehung entwickelt, die nach einer Schwangerschaft und einer Abtreibung endete. Den Begriff "einvernehmlich", den sie früher für die Beziehung verwendete, um ihren Vater zu schützen, lehnt Mackenzie inzwischen ab. "So etwas wie Zustimmung zwischen einem Elternteil und einem Kind gibt es nicht. Das Machtgefälle ist zu groß", stellte sie im Podcast klar. Ihr Vater sei psychisch krank gewesen, Drogen, Alkohol und unbehandelte mentale Probleme hätten zusammengewirkt. "Mein Vater war kein gesunder Mensch", erklärte sie. Innerhalb der Familie sorgten ihre Enthüllungen schon damals für Spannungen, ihre Halbschwester Chynna Phillips (58) stellte sich jedoch öffentlich hinter sie. John starb 2001 im Alter von 65 Jahren an Herzversagen – acht Jahre vor der Veröffentlichung von Mackenzies Memoiren.

Mackenzie Phillips und ihr erstes Buch "High On Arrival"
Angela Weiss / Getty Images
Mackenzie Phillips und ihr erstes Buch "High On Arrival"
Mackenzie Phillips in Hollywood, 2005
Vince Bucci / Getty Images
Mackenzie Phillips in Hollywood, 2005
Mackenzie Phillips, Schauspielerin
Getty Images
Mackenzie Phillips, Schauspielerin
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