Für Stephen King ist das der schlimmste Horrorfilm
Stephen King (79) ist für seine deutlichen Urteile über Filme und Bücher aus dem Horrorgenre bekannt. Bereits 2021 verriet der Schriftsteller auf X (ehemals Twitter), welchen Streifen er persönlich für den schlimmsten Horrorfilm aller Zeiten hält. Seine Wahl fiel ausgerechnet auf den blutigen Kultfilm "Blood Feast" aus dem Jahr 1963. Im Mittelpunkt steht der von Mal Arnold gespielte Delikatessenhändler Fuad Ramses, wie Far Out Magazine berichtet. Nach außen führt er ein unauffälliges Leben, tatsächlich ist er jedoch ein brutaler Mörder: Fuad tötet junge Frauen und sammelt Teile ihrer Körper, die er für ein grausames Ritual benötigt. Damit will er die mesopotamische Göttin Ishtar wieder zum Leben erwecken.
Die drastischen Gewaltszenen in "Blood Feast" sorgten schon bei der Veröffentlichung für Aufsehen. Bei einigen Vorführungen bekamen Kinobesucher sogar Spuckbeutel ausgehändigt. Dahinter steckte jedoch nicht nur die Befürchtung, dass empfindliche Zuschauer mit Übelkeit reagieren könnten, sondern auch eine ungewöhnliche Marketingidee von Produzent David F. Friedman. Die Aktion verstärkte den Ruf des Films als besonders kompromissloser Schocker und sorgte zusätzlich für Gesprächsstoff. Regisseur Herschell Gordon Lewis ging mit der Darstellung von Gewalt deutlich weiter, als es das damalige Publikum aus ähnlichen Produktionen gewohnt war. Damit prägte er eine besonders drastische Form des Horrorkinos. Heute wird "Blood Feast" als wichtiger Wegbereiter von Splatter- und Gore-Filmen betrachtet.
Auch Herschell selbst sah seinen eigenen Film durchaus kritisch. Über "Blood Feast" sagte der Regisseur laut Far Out Magazine: "Ich habe 'Blood Feast' oft als ein Gedicht von Walt Whitman bezeichnet. Es ist nicht gut, aber es war das erste seiner Art." Stephen hat sich mit mehr als 60 Romanen hingegen selbst als einer der bekanntesten Horrorautoren etabliert. Zu seinen berühmtesten Werken zählen "Shining" und "The Green Mile", die ebenso wie zahlreiche andere Geschichten des Schriftstellers verfilmt wurden. Auch in seinen Büchern setzt Stephen immer wieder auf grausige Details. Der Horror entsteht bei ihm jedoch häufig ebenso durch psychologische Abgründe und die Fantasie der Leser. Bedrohliche Figuren, menschliche Ängste und verstörende Situationen gehören zu den wiederkehrenden Elementen seiner Geschichten.






















