Wegen Rührei: Haakon muss bei Astrids Beerdigung schmunzeln
In der Ris-Kirche in Oslo hat König Haakon VIII. (53) an diesem Mittwoch gemeinsam mit Verwandten und Freunden Abschied von Prinzessin Astrid (†94) genommen. Die Schwester seines Vaters war am 11. September gestorben. Der Monarch nahm in der ersten Reihe Platz und verfolgte die Trauerfeier sichtlich gefasst. Doch ganz so andächtig blieb es dann nicht: Pfarrer Paul Erik Wirgenes hatte eine Anekdote im Gepäck, die für einen heiteren Moment mitten in der Trauer sorgte. Es ging um Rührei. Haakon und die übrigen Angehörigen mussten herzlich lachen. Die kleine Geschichte zeichnete die Verstorbene als entschlossene Frau, die ganz genaue Vorstellungen hatte und diese auch gegenüber den Schlossangestellten unmissverständlich deutlich machte.
Wie Svensk Dam berichtet, erzählte der Pfarrer in seiner Ansprache zunächst, dass Astrid am Hof als wandelndes Nachschlagewerk galt. Sie habe sich noch an die kleinsten Details erinnert – von königlichen Rezepten bis hin zu bedeutenden Ereignissen. Und dann kam er zu jenem denkwürdigen Frühstück: "Es heißt, dass ihr einmal im Schloss Rührei serviert wurde und sie nicht ganz zufrieden war", schilderte Paul Erik. Dabei beließ es die Prinzessin offenbar nicht. "Wenig später sah man sie in der Schlossküche, wo sie dem Küchenchef beibrachte, wie Rührei zubereitet werden sollte!", fuhr der Geistliche fort. Die humorvolle Episode brachte trotz des schmerzhaften Anlasses nicht nur den König, sondern auch Astrids gesamte Familie zum Schmunzeln. Im Rahmen der Trauerfeier begrüßte Haakon die Kinder der Verstorbenen herzlich. Bei der Beerdigung trat er damit in einer doppelten Rolle auf: als trauernder Neffe und zugleich als Oberhaupt der norwegischen Königsfamilie.
Für den Monarchen ist es ein besonders schwerer Herbst, denn er muss gleich einen doppelten Verlust verkraften. Nur zwei Tage bevor seine Tante starb, hatte er bereits seinen Vater beerdigt. Astrid selbst hatte schon in jungen Jahren große Verantwortung übernommen: Nach dem Tod ihrer Mutter, Kronprinzessin Märtha, füllte sie mit gerade einmal 22 Jahren die Rolle der First Lady aus. Ihr gesamtes langes Leben lang vertrat sie das Königshaus warmherzig und pflichtbewusst. Nach ihrem Tod erinnerte Haakon in einem Statement des norwegischen Hofes, das Svensk Dam verbreitete, auch an ihre Rolle innerhalb der Familie: "Tante Astrid war eine wichtige Stütze für König Harald und uns andere in der Familie. Wir haben viel von ihr gelernt, und sie hatte keine Angst, ihre Meinung zu sagen. Ihr Tod ist ein großer Verlust für uns. Wir werden sie vermissen." Auch ihre Loyalität, ihre Präsenz und ihren ansteckenden Geist hob er hervor.
























