Comeback: Serena Williams nicht für Hall of Fame nominiert
Die Wahl zur Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame 2027 ist eröffnet – und ein Name taucht ganz überraschend nicht auf dem Stimmzettel auf. Serena Williams (45) feierte diesen Sommer ihr großes Comeback im professionellen Tennissport, nachdem sie 2022 ihren Abschied von der Szene verkündet hatte. Wie Daily Express berichtet, könnte ausgerechnet ihr Comeback im Sommer die Ehrung der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin verzögern. Ende 2025 trat Serena jedoch wieder in den Antidopingpool ein. Anschließend schlug sie im Londoner Queen's Club und in Wimbledon erneut auf. Das könnte für ihre Aufnahme entscheidend sein: Laut den Regeln darf eine Spielerin mindestens fünf Jahre lang kein "bedeutender Faktor" auf der Tour gewesen sein. Durch Serenas Rückkehr beginnt diese Wartezeit womöglich erneut.
Sollte sie ihre Karriere nun sofort beenden, wäre eine Aufnahme damit wohl frühestens 2031 möglich. Bei weiteren Einsätzen könnte sich der Zeitpunkt entsprechend noch weiter nach hinten verschieben. Viele Fans des Sports und Experten der Szene haben sich bereits öffentlich gegen diese Regelung ausgesprochen. Andy Roddick meinte in seinem Podcast "Served": "Sagen wir, sie spielt bis Ende nächsten Jahres. Dann warten wir also bis 2033, wenn Serena etwa 50 ist, um sie in die Hall of Fame aufzunehmen? Bullshit. Wenn du ein einstimmiges Ja bekommst, ist mir egal, wie lange du im Ruhestand warst." Für die Aufnahme braucht es mindestens 75 Prozent der Stimmen.
Ihr Comeback sorgte für heftigen Wirbel in der Tennisszene. Mit 44 Jahren erhielt sie eine Wildcard für das Einzel in Wimbledon 2026, weil ihr Ranking nach der langen Pause nicht für eine reguläre Qualifikation ausreichte. Auf dem Londoner Rasen lieferte sie sich ein enges Match über drei Sätze mit der 20-jährigen Maya Joint, musste sich am Ende aber geschlagen geben. Wie sie später auf Instagram bekannt gab, hatte sie sich bereits während des ersten Satzes am Knie verletzt. Danach spielte sie bei den US Open, konnte sich jedoch nicht behaupten. Die Niederlage war so groß, dass einige Fans sogar ihren Rücktritt forderten.


























