Marius Borg Høiby freigesprochen: Opfer nimmt es gelassen
Marius Borg Høiby (29) ist im Vergewaltigungsfall Lofoten freigesprochen worden. Das Gericht sah den Vorwurf der Vergewaltigung als nicht ausreichend belegt an und sprach den 29-jährigen Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) damit in diesem Punkt frei. Die Opferanwältin Lill Vassbotn begleitet die betroffene Frau durch das Verfahren und erklärte gegenüber VG, man sei auf alle möglichen Ausgänge vorbereitet gewesen.
Lill Vassbotn machte deutlich, dass solche Ergebnisse in Vergewaltigungsverfahren keine Seltenheit sind. "Die Beweisanforderungen sind sehr streng, und das Gericht muss überzeugt sein. Die Staatsanwaltschaft hat das hier nicht geschafft. Das müssen wir so akzeptieren", sagte sie nach der Urteilsverkündung. Ihrer Mandantin gehe es den Umständen entsprechend: "Sie nimmt es gelassen. Sie war auf beide Ausgänge vorbereitet." Dennoch betonte die Anwältin, dass der Prozess für die Frau eine besondere Belastung dargestellt habe. Sie habe nie darum gebeten, in dieser Situation zu sein, und den Vorfall auch nicht selbst angezeigt.
Der Freispruch in diesem Fall kommt, nachdem das Gericht Marius Borg Høiby (29) in zwei anderen Vergewaltigungsfällen bereits schuldig gesprochen hatte – darunter ein Vorfall bei einem Nachspiel im Keller des Schlossgutes Skaugum sowie eine Vergewaltigung an Palmsonntag 2024 in Oslo. Hinzu kam eine Verurteilung wegen Misshandlung seiner Ex-Freundin Nora Haukland. Die Gesamtstrafe beläuft sich auf vier Jahre Haft sowie Entschädigungszahlungen. Das Strafmaß hatte für Kritik gesorgt: Die Schweizer Königshausexpertin Flavia Schlittler etwa bezeichnete das Urteil in der norwegischen Zeitung Dagbladet als "Skandal" und nannte die Strafe angesichts der Vergehen viel zu niedrig.










