Haft daheim: Marius Borg Høiby darf seine Freunde empfangen
Marius Borg Høiby (29), der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52), verbüßt seine Untersuchungshaft ab sofort nicht mehr in einer Gefängniszelle, sondern auf dem königlichen Anwesen Skaugum. Das Osloer Bezirksgericht hat entschieden, dass der 29-Jährige mit einer elektronischen Fußfessel ausgestattet nach Hause zurückkehren darf. Er sitzt dort seit Montag unter sogenannter elektronischer Kontrolle – zunächst für weitere vier Wochen. Besonders bemerkenswert: Marius darf auf dem Anwesen sogar Besuch von Freunden empfangen. Alkohol und andere Rauschmittel sind dabei jedoch strikt verboten.
Wie genau das Leben mit Fußfessel auf Skaugum für ihn aussieht, erklärt Tor Erik Larsen, Vorsitzender des Berufsverbands der norwegischen Strafvollzugsbehörde, gegenüber der norwegischen Zeitung VG. Demnach hat Marius freien Zugang zu Internet und Mobiltelefon. Zur Arbeit oder zur Schule darf er das Gelände ebenfalls verlassen – allerdings nur innerhalb festgelegter Zeiten und mit entsprechender Genehmigung. Dass er tatsächlich nüchtern bleibt, wird durch regelmäßige Drogentests überprüft, denen er zugestimmt hat. Larsen stellt sogar klar: In der Theorie könne er sogar eine Party veranstalten – solange dabei keinerlei Rauschmittel konsumiert werden. Wie weit er sich auf dem Gelände bewegen darf, hängt von den genauen Auflagen des Gerichts ab. Eine reguläre Haftstrafe zu Hause kommt für ihn nach aktuellem Stand jedoch nicht infrage.
Marius war seit dem 2. Februar in Untersuchungshaft im Ila-Gefängnis. Er ist der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus einer früheren Beziehung und wuchs gemeinsam mit seinen Halbgeschwistern Prinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20) auf. In den vergangenen Monaten stand er wegen mehrerer Vorwürfe im Fokus der norwegischen Öffentlichkeit. Auf dem Anwesen Skaugum, dem Wohnsitz des norwegischen Kronprinzenpaares, verfügt er über eine eigene Unterkunft.








