Vergewaltigung: Rapper Mystikal zu 20 Jahren Haft verurteilt
Der Rapper Mystikal (55) ist am Dienstag in Louisiana zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 55-Jährige hatte sich im März dieses Jahres im Rahmen eines Deals mit der Staatsanwaltschaft der Vergewaltigung dritten Grades schuldig bekannt – nach einer ursprünglichen Anklage wegen Vergewaltigung ersten Grades, die eine automatische lebenslange Haftstrafe nach sich gezogen hätte, wie unter anderem People berichtet. Das Gericht folgte damit dem vereinbarten Strafmaß, das durch den Plea Deal auf maximal 20 Jahre begrenzt war. Der bürgerliche Name des Rappers lautet Michael Lawrence Tyler. Der Verurteilung liegt ein Vorfall aus dem Jahr 2022 in Mystikals Haus in Prairieville, Louisiana, zugrunde.
Beim Gerichtstermin schilderte das Opfer dem Sender WBRZ zufolge, wie sie von dem Musiker in seinem Heim brutal geschlagen, gewürgt und vergewaltigt worden war – Tyler soll ihr sogar die Haarzöpfe herausgerissen haben. Die Frau forderte vom Richter die Höchststrafe von 25 Jahren. Mystikal ergriff danach selbst das Wort und wandte sich mit den Worten an den Richter: "Wenn ich ihr das angetan habe, verdiene ich die Höchststrafe." Kurz vor der Urteilsverkündung hatte Tylers Anwalt noch versucht, das Schuldbekenntnis zurückzuziehen, mit dem Argument, sein Mandant habe nicht genug Zeit gehabt, "die Konsequenzen des Schuldbekenntnisses vollständig zu bedenken." Dieser Antrag wurde jedoch abgewiesen.
Für Mystikal ist es nicht das erste Mal, dass er wegen eines Sexualdelikts verurteilt wird. Bereits 2003 bekannte er sich der sexuellen Nötigung schuldig. Damals hatten er und zwei Leibwächter sexuelle Handlungen mit seiner Friseuse gefilmt. Er saß dafür mehrere Jahre hinter Gittern und wurde im Januar 2010 aus dem Gefängnis entlassen. Seitdem steht er als Sexualstraftäter auf Lebenszeit im Register. Im Jahr 2022 – dem Jahr, in dem auch die nun abgeurteilte Tat stattfand – war er zudem wegen Vergewaltigung ersten Grades angeklagt worden, die eine lebenslange Haftstrafe nach sich gezogen hätte. Durch den Deal mit der Staatsanwaltschaft wurde die Anklage auf Vergewaltigung dritten Grades reduziert.







