Musikmogul Clive Davis ist im Alter von 94 Jahren gestorben
Die Musikwelt trauert um eine ihrer einflussreichsten Persönlichkeiten: Clive Davis (94) ist am heutigen Montag, dem 22. Juni, in seinem Haus in New York City gestorben. Das bestätigte seine Sprecherin Aliza Rabinoff laut Los Angeles Times. Der legendäre Produzent wurde 94 Jahre alt. Mit ihm verliert die Branche einen Mann, der über sechs Jahrzehnte hinweg den Sound der Popmusik mitgeprägt hat – als Entdecker und Förderer von Künstlern wie Janis Joplin, Whitney Houston (†48), Bruce Springsteen (76), Santana, Aretha Franklin (†76), Alicia Keys (45), TLC und noch vielen weiteren.
Eine offizielle Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben. Wenige Wochen vor seinem Tod hatte Clive noch einen Krankenhausaufenthalt hinter sich: Anfang Juni war er wegen einer Infektion der oberen Atemwege in einer New Yorker Klinik behandelt worden, bevor er entlassen wurde und seine Genesung zu Hause fortsetzen konnte. Seinen Aufstieg begann er als Präsident von CBS Records in den 1960er-Jahren, bevor er in den 70ern Arista Records gründete – das Label, das Whitneys Weltkarriere lancierte. Später schuf er J Records und übernahm Führungsrollen bei RCA und zuletzt als Chief Creative Officer von Sony Music Entertainment.
Clive wurde 1932 in Brooklyn geboren. Seine Eltern starben, als er noch ein Teenager war. Mit einem Vollstipendium studierte er an der New York University und der Harvard Law School, die er beide mit Auszeichnung abschloss. In seiner Autobiografie "The Soundtrack of My Life", die 2013 erschien, offenbarte er, bisexuell zu sein. Neben seiner langen Karriere wurde er vor allem für seine jährliche Pre-Grammy-Party bekannt, die zu den wichtigsten Ereignissen des Musikkalenders zählte – ein Abend, den die Branche nicht verpassen wollte. Zuletzt wurde er von Stanley Tucci (65) im Biopic "Whitney Houston: I Wanna Dance with Somebody" aus dem Jahr 2022 verkörpert. Davis hinterlässt vier Kinder und acht Enkelkinder.







