Zu viel Druck: Felix Neureuther traute sich nicht mehr raus
Felix Neureuther (42) blickt heute offen auf die Schattenseiten seiner Karriere zurück. Im Podcast "Wie geht's? Mit Robin Gosens" sprach der ehemalige Skistar jetzt darüber, wie sehr ihn die Erwartungen als Sohn zweier deutscher Wintersport-Legenden belastet haben. Seine Mutter Rosi Mittermaier (†72) und sein Vater Christian Neureuther (77) feierten große Erfolge auf der Skipiste – und genau das habe für ihn zusätzlichen Druck bedeutet. "Der Druck von außen war schon krass", erklärte Felix nun rückblickend. Immer wieder habe er gehört: "Der darf nur fahren, weil er Sohn ist von ..."
Diese Vorurteile hätten ihn stark verunsichert, wie der 42-Jährige jetzt ehrlich gestand: "Ich habe mich teilweise gar nicht mehr rausgetraut, weil ich mir dachte: Die Leute schauen mich an und belächeln mich." Dabei erinnerte sich Felix laut Bunte auch an die Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen. In dem Versuch, alles perfekt zu machen, zog er sich damals vom Rest der Welt zurück und stürzte sich fast ausschließlich ins Training. "Ich kann mich gar nicht mehr an die WM erinnern. Das ist total bescheuert", so der Sportler.
Aus dieser Erfahrung habe er jedoch wichtige Schlüsse gezogen. Für die WM 2013 wählte Felix einen völlig anderen Weg: Statt sich abzuschotten, suchte er bewusst den Kontakt zu den Fans, machte Fotos, schrieb Autogramme und stand mit einem breiten Grinsen am Start. "So funktionierst du: Wenn du Freude und Spaß hast an dem, was du machst", sagte Felix zu sich selbst. Die Zeiten, in denen ihn Zweifel und Druck belasteten, scheinen heute längst vorbei zu sein. Privat hat Felix sein großes Glück gefunden: Mit seiner Ehefrau Miriam Neureuther (36) und den vier gemeinsamen Kindern führt er ein erfülltes Familienleben.










