Christopher Nolans absichtlicher Filmfehler für "Dunkirk"
Regisseur Christopher Nolan (55) hat bei seinem Kriegsfilm "Dunkirk" aus dem Jahr 2017 bewusst einen historischen Fehler eingebaut – und das aus einem sehr praktischen Grund. In dem Film über die dramatische Evakuierung alliierter Soldaten aus der französischen Hafenstadt Dünkirchen im Zweiten Weltkrieg sind deutsche Kampfflugzeuge vom Typ Messerschmitt Bf 109 mit auffällig gelb bemalten Nasen zu sehen. Wie Nolan nun in einem Interview gegenüber Serve erklärte, war diese Gestaltung eine bewusste Entscheidung, um dem Publikum die Orientierung in den rasanten Luftkampfszenen zu erleichtern.
Historisch korrekt wäre diese Bemalung zum Zeitpunkt der dargestellten Ereignisse nämlich nicht gewesen. Die Operation Dynamo, also die reale Evakuierung von Dünkirchen, fand im Mai und Juni 1940 statt. Die gelben Nasen wurden von der deutschen Luftwaffe jedoch erst später im Krieg eingeführt – vor allem ab der Luftschlacht um England –, damit die eigenen Maschinen im Gefecht schneller erkennbar waren, wie Kino.de berichtet. Im Film sollen sie dagegen genau das Gegenteil leisten: Zuschauer ohne militärhistorische Vorkenntnisse sollen auf einen Blick erkennen können, welche Flugzeuge britisch und welche deutsch sind. In den schnell geschnittenen, chaotischen Kampfsequenzen wäre das sonst kaum möglich.
"Dunkirk" ist bekannt dafür, dass Nolan bei der Produktion großen Wert auf Authentizität legte. Er drehte weitgehend an Originalschauplätzen und setzte konsequent auf praktische Effekte statt digitaler Nachbearbeitung. Zuletzt war der Brite mit seinem nächsten Großprojekt "The Odyssey" in den Schlagzeilen, einem Filmprojekt, das er derzeit realisiert.










