Verzicht auf Palast: König Charles wird scharf kritisiert
König Charles III. (77) sorgt mit einer ungewöhnlichen Entscheidung für Aufruhr: Obwohl der Buckingham-Palast nach einer aufwendigen Sanierung für rund 440 Millionen Euro bald fertiggestellt sein wird, zieht der 77-jährige Monarch dort nicht ein. Das berichtete James Chalmers, der Schatzmeister des Königs, laut CBS News bei einer Pressekonferenz. Stattdessen bleibt Charles gemeinsam mit Königin Camilla (78) in seinem bisherigen Zuhause, dem Clarence House. Der Palast soll allerdings weiterhin als offizieller Amtssitz dienen und für formelle Anlässe genutzt werden.
Mit dieser Entscheidung bricht der König mit einer fast 200 Jahre alten Tradition: Seit dem Amtsantritt von Königin Victoria im Jahr 1837 gilt der Buckingham-Palast als offizielle Londoner Residenz der britischen Monarchen. James betonte, der Palast sei und bleibe "das Hauptquartier der Monarchie" sowie das "zeremonielle und operative Zentrum" des Königshauses. Ihm zufolge soll Charles' Entscheidung sogar dazu beitragen, dass der Palast für mehr Besucher geöffnet werden kann. Und Charles bleibt offenbar nicht der Einzige, der den Buckingham-Palast als Wohnsitz links liegen lässt. Auch Prinz William (44) und Prinzessin Kate (44) haben anscheinend nicht geplant, jemals in den Palast einzuziehen.
Kritik kommt dennoch von mehreren Seiten: Baroness Margaret Hodge, ehemalige Labour-Abgeordnete und frühere Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses des Unterhauses, äußerte Zweifel am Wert der Sanierung für die Steuerzahler. Einem anonymen Kritiker zufolge sei die Entscheidung laut RadarOnline schlichtweg "egoistisch und selbstbezogen". "Angesichts der Summe, die in den Buckingham-Palast geflossen ist, sollte Charles dort einziehen und dazu beitragen, Tourismusgelder nach Großbritannien zu bringen", so die Person gegenüber dem Magazin.









