

Anders als Charles: Prinz William zeigt sich nie im Kilt
Wenn Prinz William (44) in Schottland offizielle Termine wahrnimmt, verzichtet er konsequent auf ein Kleidungsstück: den Kilt. Obwohl der Thronfolger als Prinz von Wales auch die schottischen Titel Herzog von Rothesay und Lord of the Isles trägt, entscheidet er sich bei Auftritten nördlich der Grenze stets für Anzug, Jackett und Hose. Damit hebt er sich deutlich von seinem Vater König Charles III. (77) ab. Für den Monarchen gehört die Highland-Tracht seit Jahrzehnten selbstverständlich dazu – bei den Highland Games, bei öffentlichen Verpflichtungen und ganz besonders während der Sommeraufenthalte auf Schloss Balmoral. Sollte William diese Kleiderwahl auch als künftiger König beibehalten, würde mit ihm eine rund 170 Jahre alte Schottland-Tradition des britischen Königshauses enden. Ein Bruch, der in Großbritannien immer wieder für Diskussionen sorgt – zumal der Prinz sich zu seiner Entscheidung bislang nie öffentlich geäußert hat.
Der letzte bekannte Auftritt des Royals im Kilt liegt in seiner Kindheit. Damals posierte er gemeinsam mit seinem Bruder Prinz Harry (41) in schottischer Tracht für Familienfotos. Als Erwachsener verzichtete er selbst bei passenden Gelegenheiten darauf: Weder zu seinem Studienabschluss an der schottischen University of St Andrews noch beim Braemar Highland Gathering 2005 griff er zum Kilt. Sein Großvater Prinz Philip (†99) erschien bei diesem Termin dagegen in einem roten Tartanmuster. Begründet hat der dreifache Vater seine Zurückhaltung nie. Die royale Kilt-Tradition geht auf Königin Victoria und Prinz Albert zurück – Albert entwarf 1857 den grau-schwarz-roten Balmoral-Tartan, den bereits Charles als kleiner Junge trug. Wie viel Gesprächsstoff das Thema bietet, zeigte sich 2023: Der schottische Schneider John Sugden bot damals an, dem Prinzen einen Kilt anzufertigen, um die Highland-Kleidung bei jüngeren Menschen wieder populärer zu machen.
Abseits der Debatte um seine Garderobe kann sich William über großen Rückhalt bei den Briten freuen. In einer Ende Juli 2026 veröffentlichten YouGov-Umfrage bewerteten 76 Prozent der Befragten den Thronfolger positiv. Damit landete er knapp vor seiner Ehefrau Prinzessin Kate (44), die auf 74 Prozent kam. Gemeinsam belegte das Paar die beiden Spitzenplätze innerhalb der Royal Family und liegt damit vor allen anderen Mitgliedern des Königshauses. Gleichzeitig zeigt sein möglicher Abschied von der Kilt-Tradition, dass er beim öffentlichen Auftreten nicht jede Gewohnheit früherer Royalgenerationen übernimmt. Ob er als König irgendwann doch noch in der Highland-Tracht zu sehen sein wird, bleibt offen – bislang gibt es dafür keine Anzeichen.









