Trotz Skandal soll Andrew ein royales Begräbnis erhalten
Für Andrew Mountbatten-Windsor (66) sind offenbar auch nach dem Verlust seiner royalen Titel große Ehren vorgesehen. Wie die Daily Mail berichtet, steht der Royal weiterhin auf einer streng geheimen Regierungsliste: Darauf finden sich jene Mitglieder der Königsfamilie, für deren Tod bereits viele Jahre im Voraus detaillierte Zeremonien ausgearbeitet werden. Weder die Aberkennung seiner Titel im Oktober 2025 noch seine Festnahme im Februar 2026 hätten daran etwas geändert. Dem Bericht zufolge soll der Trauergottesdienst in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor stattfinden. Beigesetzt werden soll Andrew anschließend auf dem königlichen Burial Ground in Frogmore. Als Sargträger kommen laut dem Blatt Offiziere der Royal Navy infrage – bei der Marine hatte der zweite Sohn von Queen Elizabeth II. (†96) mehr als zwei Jahrzehnte lang gedient.
Die individuellen Ablaufpläne für Todesfälle innerhalb der Königsfamilie werden laut Daily Mail "Bridge Plans" genannt. Jeder von ihnen trägt den Namen einer bekannten britischen Brücke und legt unter anderem das Protokoll und die Sicherheitsmaßnahmen fest. Das Konzept für die verstorbene Queen hieß "Operation London Bridge" und wurde bereits seit den 1960er-Jahren vorbereitet und immer wieder überarbeitet. Für Prinz Philip (†99) galt bei seinem Tod im Jahr 2021 "Operation Forth Bridge". Der private Burial Ground, auf dem Andrew seine letzte Ruhe finden soll, liegt im Home Park in Windsor und umfasst rund 33 Hektar. Seit 1930 wurden dort zahlreiche hochrangige Royals bestattet. Weil der Platz in der königlichen Gruft unter der St.-Georgs-Kapelle knapper wurde, fanden in den vergangenen Jahrzehnten weitere Familienmitglieder in Frogmore ihre Ruhestätte. Welche konkreten Vorgaben Andrews bislang geheimer Plan enthält, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Von 1979 bis 2001 gehörte Andrew der Royal Navy an, war dort als Pilot tätig und kam im Falklandkrieg zum Einsatz. Der pensionierte Konteradmiral Chris Parry hält es deshalb für wahrscheinlich, dass sich freiwillige Sargträger aus den Reihen der Marine finden. "Der Mann hört nicht auf, Marineoffizier zu sein. Er wurde nicht hinausgeworfen", erklärte er gegenüber der Daily Mail. "Er hat eine Falkland-Medaille, und die kann man ihm nicht wegnehmen, und dafür verdient er Anerkennung. Wenn jemand zu mir sagen würde: 'Würdest du es tun?', würde ich es tun." Andrews Verbindungen zu Jeffrey Epstein (†66) hatten über Jahre für Kontroversen gesorgt. König Charles III. (77) entzog seinem Bruder im Oktober 2025 die royalen Titel. Zudem musste er die Royal Lodge in Windsor verlassen und zog auf das Sandringham-Anwesen in Norfolk.










